Besonderes Konzert in St. Petri

Organist Jürgen Banholzer ist als Continuospieler auf Cembalo und Orgel seit vielen Jahren auch dem Johann Rosenmüller Ensemble verbunden. (Foto: Privat)

Musikalisch-literarischer Leckerbissen mit Johanna Krumstroh und Jürgen Banholzer

Großburgwedel (r/bs). Am Sonntag, 24. April, lädt die St.-Petri-Kirchengemeinde um 17.00 Uhr zu einer musikalisch-literarischen Annäherung an Johann Kuhnaus Biblische Sonaten ein.
Johanna Krumstroh, Rezitationen und Jürgen Banholzer, Orgel gestalten unter dem Titel „Dann bist Du der Gott nicht, den ich schuf aus meinen Tränen" eine musikalisch-literarische Annäherung an Johann Kuhnaus Biblische Sonaten mit Texten von Stefan Zweig, Ludwig Tieck, Angelius Silesius, Matthias Claudius und Ernst Stadler.
Ein Jahr vor seiner Ernennung zum Leipziger Thomaskantor veröffentlichte Johann Kuhnau (1660-1722) seine „Biblischen Sonaten“. Hundertfünfzig Jahre bevor die Programm-Musik zu großer Blüte kam, wagte Kuhnau – der seinen Zeitgenossen als Universalgelehrter galt und zudem Romane schrieb – musikalische Kommentare zu damals allseits bekannten Geschichten des Alten Testaments.
Deren Themen sind Ursituationen menschlichen Daseins: Liebe, Verrat, Hass, Vergebung, Krankheit, Tod, Trostlosigkeit und Zuversicht. Das Programm führt an diese zeitlosen Stoffe heran und konfrontiert sie mit Erzählungen, Fragen und Einwänden von Dichtern aus verschiedenen Epochen.
Johanna Krumstroh absolvierte ihr Gesangstudium an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden. Darüber hinaus studierte sie Schauspiel an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art in London und schloss ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab.
Engagements führten sie nach Hamburg, Bern und an das Düsseldorfer Schauspielhaus.
Zu einem besonderen künstlerischen Schwerpunkt haben sich ihre „Lesungen mit Musik“ durch den fesselnden dramaturgischen Aufbau und ihre ausdrucksstarke Interpretation entwickelt. Sie ist mit hochkarätigen MusikpartnerInnen bei renommierten Festivals zu Gast.
Jürgen Banholzer war Schüler von J.D. Christie, L. Lohmann und J. Boyer. Nach einem Gesangsstudium an der Schola Cantorum Basiliensis promovierte er an der Universität Mainz. Als Organist gab er Konzerte in Deutschland und mehreren Nachbarländern. 2021 erschien die CD "O güldnes Licht", eingespielt an der Schnitger-Orgel in Stade. Als Continuospieler auf Cembalo und Orgel ist er dem Johann Rosenmüller Ensemble seit vielen Jahren verbunden und war er Gast beim Freiburger Barockorchester und anderen Formationen. Mit Margit Übellacker gründete er das Ensemble La Gioia Armonica, das im In- und Ausland gastierte. Zuletzt erschien 2021 die CD „Per il salterio“ und 2022 erscheint „Hebenstreit’s Bach“.
Das Konzert wird gefördert von der GVL und "Neustart Kultur".
Der Eintritt zu dem Konzert ist dank des Musikförderkreises St.-Petri Großburgwedel e.V. frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht mehr erforderlich. Allerdings ist weiterhin die Platzzahl begrenzt, es gilt die 3G-Regel, die am Eingang kontrolliert wird und während des Konzertes die Maskenpflicht.