Besinnliche Adventsmusik in der Ludwig-Harms-Kirche begeisterte

Die 40 Musikerinnen und Musiker vom Musikzug Fuhrberg/Kleinburgwedel, dem Posaunenchor Fuhrberg und dem Kinder- und Jugendorchester boten eine beeindruckende Leistung. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
(Foto: Hans Hermann Schröder)

40 mehrheitlich junge Musikerinnen und Musiker bewiesen ihr Können

FUHRBERG (hhs). Zu einer besinnlichen Adventsmusik in der Fuhrberger Ludwig-Harms-Kirche war eingeladen worden am späten Nachmittag des 3. Advents. Ausführende waren der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehren Fuhrberg/Kleinburgwedel, der Posaunenchor Fuhrberg und das Kinder- und Jugendorchester Burgwedel. Insgesamt 40 mehrheitlich junge Musikerinnen und Musiker füllten den Altarraum. Es war klar, hier sollte eine Kostprobe gegeben werden über den Ausbildungsstand des musikalischen Nachwuchses in der Stadt Burgwedel. Die „älteren Semester“ im Orchester waren das Gerüst des Ganzen. Die Leitung hatte Andreas Schröder.
Wer nun gedacht hätte, es gäbe nun eine gute Stunde lang ein bekanntes Weihnachtslied nach dem anderen zu hören, der lag vollkommen falsch. Andreas Schröder hatte, wie nicht anders zu erwarten, ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt mit Werken aus mehreren Jahrhunderten von Bach, Händel, über Mozart , de Haan bis in die Moderne. Und es begann sogleich mit einem Klangerlebnis der besonderen Art: Eröffnet wurde das Konzert mit dem March Majestic von Händel, sicherlich einer der schönsten Märsche überhaupt, der für die Musiker in einer relativ kleinen Kirche wie der Fuhrberger immer eine große Herausforderung ist. Doch sie schafften alle die Gradwanderung zwischen sich überschlagendem Klang in der räumlichen Enge und hohem Musikgenuss bei den Zuhörern. Applaus gab es dafür jede Menge, und und auch gleich zu Beginn das große Erstaunen, dass ein Großteil des Nachwuchses, der da im Orchester mit an diesem Erlebnis gearbeitet hatte, noch gar nicht so lange in einem der beteiligten Orchester musiziert.
Auf Händel folgte das Allegro von Mozart, dann wieder Händel mit einem Larghetto und Allegro aus der Sonate F-Dur. Hierbei trat Louisa Drygas als Solistin mit der Trompete auf. Das gelang recht gut, trotz des Lampenfiebers, das bei der jungen Dame unübersehbar war. Nur wer Lampenfieber kennt, kann den Druck nachvollziehen, dem man dabei ausgesetzt ist, der alles abschnürt, einen lähmt. Da muss jeder durch.
Dann ein erster Höhepunkt: Eine Choralpartita stand auf dem Programm. „Nun komm der Heiden Heiland“, fünf Bearbeitungen der bekannten Melodie aus dem 12. Jahrhundert. Andreas Schröder erläuterte den Besuchern den Ablauf: Das Orchester spielte zu jeder der fünf Strophen des bekannten Weihnachtsliedes die jeweilige Melodie vor, die Besucher sangen es dann anschließend nach, natürlich in Begleitung des Orchesters. Dann stand wieder ein Solo auf dem Programm: Nicola Belzer spielte das Andante cantabile und Allegro aus der Sonate F-moll von Georg Philipp Telemann, eine bemerkenswerte Leistung der jungen Dame, die dafür großen Applaus erhielt.
Anschließend durften die Besucher wieder mitsingen. „Tochter Zion“ erklang es beinahe hundertkehlig in der Kirche, man bemerkte auch an der Inbrunst des Gesanges, dass der Funke der musikalischen Begeisterung vom Orchester auf das Publikum übergesprungen war. Damit war auch Schluss mit der Reise durch die Musikgeschichte, alle waren in der Moderne angekommen, und die Musiker zeigten, dass sie auch dort Zuhause sind: „The Spirit of Christmas“ mit international bekannten Titeln, dann „Christmas Wonderland“ mit Joy to the World“ und „Jingle Bells“, wobei insbesondere die Interpretation von „Jingle Bells“ das Publikum von den Bänken riss. Der Tempowechsel dabei zeigte, wie perfekt die jungen Musikerinnen und Musiker ihre Instrumente beherrschen. Am Ende gab es tosenden Beifall von den Besucherinnen und Besuchern, die dieses Konzert sicherlich nicht so schnell vergessen werden.