Benno Fürmann war zu Dreharbeiten in Fuhrberg

Dreimal wurde die Szene in der Tankstelle gedreht, dann war sie „im Kasten“. Benno Fürmann und Annika Kuhl haben professionelle Arbeit geleistet, hieß es hinterher. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Tankstelle war Schauplatz für Szene im Fernsehfilm

FUHRBERG (hhs). Seit vergangener Woche hielten sich im beschaulichen Fuhrberg hartnäckig Gerüchte, dass ein Filmteam in die Ortschaft komme, um einen Spielfilm zu drehen, im wesentlichen in der Tankstelle Krischker. Zum Wochenende hin trat eine Verdichtung dieser Gerüchte ein: Am Dienstag sollte wegen der Filmarbeiten die Tankstelle geschlossen bleiben, und es handele sich um einen Film mit Benno Fürmann, der in der Szene nun wirklich kein Unbekannter ist. Fürmann, so war es am Dienstagmorgen auf dem Fuhrberger Wochenmarkt zu hören, solle sich in dieser Szene im Verkaufsraum der Tankstelle gnadenlos betrinken. Als die Burgwedeler Nachrichten „davon Wind bekamen“, fuhren sie sofort zu Thomas Krischker, den Inhaber der Tankstelle, der bestätigte nicht alle Gerüchte, aber viele seien im Grundsatz richtig: Das Aufnahmeteam komme gegen 12.00 Uhr und beginne etwa eine Stunde später mit den Dreharbeiten.
Es wurde fast 12.30 Uhr, bis endlich Bewegung in die Sache kam. Plötzlich erschienen vier große LKW einer Münchener Medienfirma. Sie packten schnell jede Menge an Material aus, Stative, Lampen, Kilometer lange Kabel, Folien und vieles mehr. Aus weiteren Fahrzeugen stiegen immer mehr Mitarbeiter, alle verkabelt mit Knopf im Ohr und Walkie-Talkies. An ihren Gürteln trugen sie offenbar das, was man zum Szenen drehen braucht, etwas Werkzeug, eine Menge Klebeband, Rauchwaren und Draht.
Knapp 30 Leute wuselten nun auf der Tankstelle herum. Es sah nach einem planlosen Durcheinander aus, in dem aber scheinbar jeder genau wusste, was er zu tun hatte. Frohes Hin- und Hergerufe und munteres Geplapper der mehrheitlich jungen Leute unterstrichen die allgemeine Geschäftigkeit. Immerhin, nach einer guten halben Stunde war der Kassenraum nach den Vorgaben des Drehbuches hergerichtet, die Tankstelle war gesperrt und die LKW wurden gleich nebenan an der L 310 versteckt. Nun setzte der Funkverkehr der Mitarbeiter untereinander ein, Tonprobe, Lichtcheck, Stellprobe mit Statisten und einiges mehr folgte.
Es fiel auf, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams alle Sportschuhe trugen. Immer wenn die allgemeine Ansage „Tonprobe“ oder „Kamera läuft“ über die Funkgeräte kam, verstummte jedes Gerede, und es war nichts zu hören draußen, trotz der allgemeinen Betriebsamkeit und Dank der Sportschuhe.
Dann kam ein Mann mit „richtigen Schuhen“: Es war der Regisseur des Films Jan Ruszicka, den alle mit einiger Ehrfurcht zu begrüßen schienen. Er betrat den Kassenraum und war bis zum Ende der Dreharbeiten nicht mehr zu sehen. Schließlich trafen noch zwei Menschen mit „richtigen Schuhen“ ein: Die Schauspieler Benno Fürmann und Annika Kuhl. In Fuhrberg wurde eine Szene des Fernsehfilms „Der Mauerschütze“ gedreht.