Benefizturnier bewies erneut die integrative Kraft des Fußballs

Hart aber fair ging es auf dem grünen Rasen in allen Spielen zu. Die Schiedsrichter hatten keine Mühe, sie Spiele zu leiten. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks und Pastor Claus Fitschen, Vorstand der Pestalozzi-Stiftung übergaben den Siegerpokal an den Mannschaftsführer von Seelze. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Auch im kommenden Jahr soll in der Pestalozzi-Stiftung wieder der Ball rollen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Samstag fand das zweite Benefizturnier von SPD Burgwedel und Pestalozzi-Stiftung bei bestem Wetter statt. Sechs Mannschaften waren angetreten, was eine Veränderung des Spielmodus ermöglichte: Jeder gegen jeden, hieß es und das machte das Turnier natürlich schlanker und es ging in allen Teams darum, Punkte zu machen, um möglichst weit oben in der Abschlusstabelle zu landen. „Es ist etwas ärgerlich, dass uns einige Teams im Stich gelassen haben“, sagte Organisator Uwe G. Reckers von der SPD. Der Start der Fußballbundesliga in die neue Saison könnte die Ursache sein, vermutete er. Das tat der Freude und dem Einsatz der anwesenden Mannschaften aber keinerlei Abbruch.
Die sechs Mannschaften kamen aus vielen Bereichen der Behindertenhilfe aus dem gesamten Raum Hannover, es fanden sich dazu Betriebs- und Jugendmannschaften. Und wer nun gedacht hätte, es verbliebe hier auf dem Sportgelände der Pestalozzi-Stiftung auf dem Niveau von Freizeitgekicke, hatte sich geirrt: Prima Fußball gab es zu sehen, mit Kabinettstückchen, Spielfreude, Einsatz und viel Spaß für alle auch am Spielfeldrand. Den ersten Anstoß vollzogen die Schirmherrin der Veranstaltung, die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks, und der Gastgeber, der neue Vorstand der Pestalozzi-Stiftung Pastor Claus Fitschen. Und dann gab es gleich ein sehr gutes Spiel zu bestaunen: Behindertenhilfe Dannenberg gegen Behindertenhilfe Seelze. Die beiden Teams schenkten sich nichts, aber die Seelzer erwiesen sich nach wenigen Minuten als drückend überlegen und gewannen am Ende hochverdient mit 5:1 Toren.
Ein zweites Team, die Wölfe aus Wolfsburg hatten in der ersten Runde Pech, aber sie wurden trotz einer 1:2 Niederlage insgeheim zu den Favoriten gerechnet. Fußballerisch ließen die eher jungen Teammitglieder hohes Können aufblitzen. Allerdings konnten sie sich in den weiteren Spielen gegen die körperlich Kräftigeren nicht durchsetzen. Sie landeten am Ende auf Rang vier.
Denn dritten Platz schaffte am Ende die Behindertenhilfe Dannenberg trotz eines negativen Torverhältnissen. Selten hat man sich eine Mannschaft sich so sehr freuen sehen als die jungen Leute aus der Nordheide.
Die Jugendhilfe der Pestalozzi-Stiftung hatte zu Beginn Anlaufschwierigkeiten, kam dann allerdings besser in Tritt und schaffte mit neun Punkten und 13:10 Toren dann einen sehr guten zweiten Platz. Der Favorit Seelze, der sich in der ersten Runde klar durchgesetzt hatte, legte eine blitzsaubere Gesamtleistung während des Turniers hin und wurde mit 15 Punkten aus fünf Spielen mit dem sagenhaften Torverhältnis von 22:2 vollkommen verdient Turniersieger. Am Ende gab es Pokale und Urkunden für die ersten sechs Mannschaften dieses Turniers. Caren Marks und Pastor Fitschen übergaben die Auszeichnungen an die Mannschaftsführer, und sie waren sich dabei sicher, dass dieses Fußballturnier sich bald Beispielcharakter erwerben wird. Man könne sich kaum bessere Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen vorstellen. Der Fußball sei ein verbindendes Element mit außergewöhnlich integrativer Kraft, sagte die Bundestagsabgeordnete, die sich auch bei Organisator Uwe G. Reckers herzlich für seinen Einsatz bedankte. Reckers hatte in diesem Jahr für eine Tombola gesorgt, die eine große Menge hochwertiger Preise bereithielt. Er sagte in seinem Schlusswort, sein Dank gehe auch an die Parteifreunde, die ihn bei der Vorbereitung und Durchführung des Turniers unterstützt haben und er kündigte an, es werde auch im kommenden Jahr wieder ein Benefizturnier zugunsten der Pestalozzi-Stiftung geben.