Benefizkonzert im Amtshof

Christian Döring (l.) und Monika Döring-Brucks zauberten sich mit "Morgenstimmung" aus Edvard Griegs Peer Gynt schon zu Beginn in die Herzen der Konzertbesucher.

„Norwegen in Noten“ begeisterte mit Werken von Edvard Grieg - Erlös für die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes

GROSSBURGWEDEL (bgp). Die Kapazitäten des Burgwedeler Amtshofes reichten am Sonnabend zum Benefizkonzert „Norwegen in Noten“ nicht mehr aus. Der Besucheransturm war so groß, dass einige Gäste wieder den Heimweg antreten mussten, da es keinen freien Platz mehr im Saal gab.

Jene, die einen Stuhl ergattert hatten, gingen mit auf die berührende musikalische und biographische Reise in das Norwegen des Komponisten Edvard Grieg. Franz Rainer Enste unterhielt das Publikum zwischen den Musikstücken mit interessanten Erläuterungen über Grieg und seine norwegische Heimat. Unterlegt mit eindrucksvollen Fotografien von Manfred Zimmermann zauberten sich die beiden Pianisten Christian Döring und Monika Döring-Brucks mit „Morgenstimmung“ schon zu Beginn in die Herzen der Zuschauer. Konstantin Zacharow brillierte an der Orgel mit sphärischen Klängen als Ausdruck der melancholischen Klarheit des hohen Nordens. Regelrecht hingerissen war das Publikum von dem Klavierkonzert A-Moll opus 16, dem einzig vollendeten Konzert des Komponisten. Enste fasste das Werk des norwegischen Komponisten einprägsam zusammen: „Man muss für das künstlerische Schaffen zuerst Mensch sein.“

Ute Rodehorst, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Burgwedel-Isernhagen-Wedemark bezog sich in ihrer Begrüßungsrede auf Talente, die der Allgemeinheit dienen: „Jeder Mensch hat andere Begabungen, nur gemeinsam können wir etwas tun.“ Oft werde sie gefragt, wie man die Arbeit im Hospizdienst tun könne und ob diese nicht sehr belastend sei. „Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung“, betonte Rodehorst, auch die letzte Phase des Lebens wolle gelebt werden. Professionelle Supervision und Pausen zwischen den geleisteten Sterbebegleitungen sorgten dafür, dass die Ehrenamtlichen des Hospizdienstes wieder genügend Kräfte sammelten, um ihre Arbeit fortzusetzen. Damit verbunden sei auch einiges an Verwaltungsarbeit, die nun von einer Bürofachkraft übernommen werden soll. Der Spendenerlös des Konzertes ist für die Finanzierung der Stelle vorgesehen.