Bemerkenswerter Endspurt in nur dreieinhalb Monaten

Das Aufstellen des Schildes, dass hier ein Lebensmittelmarkt entsteht, fand am 23. März dieses Jahres statt. Es war das erste sichtbare Zeichen für die Fuhrberger, dass es bald losgehen würde mit den Bauarbeiten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Die Verzögerungen bei der Genehmigung haben weh getan“

FUHRBERG (hhs). Im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Frischmarkt im Jahr 2011 hatte jemand Heiner Neddermeyer gefragt, wann er denn damit rechnen könne, im neuen Markt endlich einkaufen zu können. Neddermeyer hatte damals aus dem Fenster geschaut und es bildhaft so ausgedrückt: „Wenn Du im kommenden Jahr wieder die Blätter an den Bäumen treiben siehst“. Es war die einzige Zusage, die Neddermeyer nicht einhalten konnte. Aus der Nachschau betrachtet formulierten es die beiden Geschäftsführer der Betreiber GmbH & Co. KG so: „Die Verzögerungen innerhalb des Genehmigungsverfahrens haben uns sehr weh getan“.
Die Baugenehmigung sei sehr früh beantragt worden mit allen erforderlichen Unterlagen, sagen Tacke und Neddermeyer. Da der Frischmarkt in Fuhrberg dem Frischmarkt in Resse bis ins Detail entspreche, habe man allenfalls mit einer mehrwöchigen Bearbeitungszeit bei der zuständigen Baubehörde der Region Hannover gerechnet.
Allerdings habe die Region dann einige Nachforderungen gestellt. Die ursprünglich geplante Ampelanlage im Zufahrtsbereich des Marktes musste verändert werden, was noch ein Gutachten notwendig machte. „Das hat nicht nur Geld gekostet, sondern auch eine Menge Zeit“, so das gemeinsame Fazit. Es sei schwierig gewesen, den Mitbürgern diesen Umstand zu vermitteln. Am Ende habe die Region noch ein neues Brandgutachten verlangt, was zu weiterem Verzug geführt habe. „Das alles hat am Ende dazu geführt, dass das Grundstück im ersten Halbjahr 2012 von jeder Maßnahme unberührt blieb“.
Erst als eine Teilgenehmigung vorlag, habe man mit den Erdarbeiten beginnen können. „Damals haben wir das Hinweisschild auf den Markt aufgestellt. Das sollte auch ein Zeichen für alle setzen, dass es nun endlich losgeht“.
Die Baugenehmigung ist dann am 23. Juli bei der Betreibergesellschaft eingetroffen. „Wir haben schon Gewehr bei Fuß gestanden“, schmunzelten Neddermeyer und Tacke. Innerhalb weniger Tage wurde das Fundament vorbereitet und dann gegossen. „Dann konnte man jeden Tag den Bau wachsen sehen“. Anfang September wurde Richtfest am Frischmarkt gefeiert, der Rohbau der Fertighalle war beendet. „In den vergangenen zehn Wochen haben alle Beteiligten das Kunststück vollbracht, dieses große Projekt für Fuhrberg zu vollenden“, freuen sich Tacke und Neddermeyer. Der Frischmarkt kann nun morgen seine Türen öffnen.