Beginn der Holzernte im Rahden bei Wettmar

Etwa 200 Meter südlich des Parkplatzes ist die normale Durchforstung des Rahden schon beinahe abgeschlossen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Alte Fichten müssen weichen und werden mit jungen Buchen ersetzt

KLEINBURGWEDEL/WETTMAR (hhs). Im Waldgebiet Rahden westlich der Ortschaft Wettmar finden zurzeit Holzerntearbeiten statt. Auf dem überwiegenden Teil der Fläche wird der Wald lediglich ausgelichtet, in einem Fall erfolgt ein etwas stärkerer Eingriff. Hier sollen   Fichten entfernt werden, um dort Buchen pflanzen zu können. Das teilt Joachim Hansmann, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten gegenüber den Burgwedeler Nachrichten mit.
Der Rahden ist gewissermaßen der Hauswald der drei Ortschaften Kleinburgwedel, Thönse und Wettmar. Der so genannte Waldsportpfad wird seit vielen Jahren von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aller Altersgruppen gern angenommen. Seit einigen Tagen jedoch ist es im Rahden mit der gewohnten Ruhe für Mensch und Tier vorbei: Ein riesiges Forsterntegerät ist dort im Einsatz, um zwei forstlich notwendige Maßnahmen noch in diesem Jahr zu beenden.
Im mittleren Bereich des nahezu rechteckigen Waldgebiets steht eine normale Durchforstung an. Hier werden mit dem Harvester, der alle Arbeitsgänge der Holzernte ausführt, Fichten und Kiefern gefällt. In einem Arbeitsgang werden die Bäume unten abgesägt, dann entastet und schließlich oben am „Zopf“ auch, wie die Förster den immer dünner werdenden Wipfel nennen. Dann wird der Stamm in drei Meter lange Stücke gesägt und abgelegt. Später wird dieses Holz an den Waldwegen zu großen so genannten „Poltern“ abgelegt.
Das Fällen der Bäume ist notwendig, um den verbleibenden besten Bäumen, bessere Bedingungen zum Wachsen zu verschaffen. In einigen Jahren wird dies deutlich zu sehen sein.
Die als „etwas stärkerer Eingriff“ bezeichnete Maßnahme findet in dem Fichtenbestand direkt westlich der Straße „Am Rahden“ statt in dem Bereich, in dem die Ortsbebauung Wettmars auf der anderen Straßenseite endet. Hier werden die 64 Jahre alten Fichten weitgehend entfernt.
Der zuständige Revierleiter Helmut Andrick vom Forstamt Fuhrberg erläuterte den Sinn der Maßnahme damit, dass die Fichte hier nicht als Standort gerechter Baum gilt. Sie ist im Rahden kurz nach Kriegsende gepflanzt worden und soll nun jungen Buchen Platz machen. Diese Maßnahme diene dem langfristigen Waldumbau in diesem Gebiet. Die Standort fremde Fichte werde dem erwarteten Klimawandel nicht gewachsen sein. Daher sollen hier im Frühjahr etwa 6000 Buchen gepflanzt werden.
Der Förster bittet um Verständnis dafür, dass der Waldsportpfad in Teilen vorübergehend gesperrt werden muss. Dies diene  der Sicherheit der Waldbesucher. Die Arbeiten werden circa zwei Wochen andauern, eventuelle Schäden am Pfad werden zeitnah beseitigt, verspricht er.