BBS stärkt den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Burgdorf

Vor gut 70 geladenen Gästen sowie Hauke Jagau, Werner Backeberg (Uetze), Alfred Baxmann (Burgdorf) und Carl-Jürgen Lehrke (Sehnde; v. re.) eröffnete BBS-Leiter Gerhard Klaus (li.) die Einweihungsfeierlichkeiten. (Foto: Georg Bosse)

Erster Regions-Schulneubau im Passivhausstandard offiziell in Betrieb genommen

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Am Mittwoch ist der Erweiterungsbau der Berufsbildenden Schulen Burgdorf (BBS) offiziell eingeweiht worden. Der neue dreistöckige Komplex ist somit der erste Schulneubau der Region Hannover im klima- und umweltfreundlichen Passivhausstandard. Neben den rund 3,5 Millionen Euro für die Erweiterung investierte die Region auch noch 1,9 Millionen Euro in die energetische Sanierung des bereits bestehenden Schulgebäudes. Die Bauzeit betrug etwa 15 Monate. „Damit ist die Umsetzung des Berufsschulkonzeptes der Region Hannover zu einem Markstein gelangt, der unserer Einrichtung gute Zukunftsperspektiven verschafft und den Standort dauerhaft stärken wird“, sagte BBS-Leiter Gerhard Klaus vor gut 70 geladenen Gästen.
Die Bürgermeister von Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze, Alfred Baxmann, Jutta Voß, Carl-Jürgen Lehrke sowie Werner Backeberg, saßen in der “ersten Reihe“ als Regionspräsident Hauke Jagau zu seiner Rede ansetzte und hervorhob, dass die Region eigentlich ein „Gewinner der Weltwirtschaftskrise“ sei. Denn in das Burgdorfer Projekt seien über das Land Niedersachsen nicht unerhebliche Mittel aus dem Konjunkturpaket II geflossen, betonte der Regionspräsident. „Damit der Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten bleibt, wünsche ich der BBS Burgdorf viel Erfolg bei den schulischen Ausbildungen, sodass auch kommende Generationen ihr Leben in Arbeit gestalten können“, so Jagau.
Der Umzug der berufsschulischen Zweige von Lehrte nach Burgdorf verspricht auch Synergieeffekte zwischen den Bildungsträgern. So sind jetzt beispielsweise das Berufsfeld „Elektrotechnik“ mit dem Berufsfeld „Fahrzeugtechnik“ sowie das Berufliche Gymnasium „Wirtschaft“ mit den Kapazitäten der Handelslehranstalt Burgdorf besser verzahnt. Darüber hinaus wurden für das „Mobilitätsherzstück“ BBS Burgdorf annähernd 400.000 Euro aus dem Sonderprogramm des Konjunkturpakets II in ein Innovations- und Technologiezentrum „Hybrid- und Elektroantriebssysteme“ mobilisiert. An den Berufsbildenden Schulen Burgdorf werden zirka 3.500 Schülerinnen und Schüler vorrangig in der dualen Ausbildung, aber auch in Angeboten von beruflicher Grundausbildung bis hin zur Weiterbildung im Fachschulbereich unterrichtet.
In seiner Ansprache konnte sich Bürgermeister Baxmann einen Seitenhieb auf die Kollegin Voß nicht verkneifen. Als Bürgermeister(in) müsse man schon mal dorthin gehen, wo es weh tut, feixte er in Anspielung auf die BBS-Übersiedlung von Lehrte in die Auestadt. „Mit dem erfolgten Umzug sowie der rechtzeitigen Fertigstellung des Erweiterungsbaus zum Beginn des neuen Schuljahres sind die räumlichen und sächlichen Voraussetzungen geschaffen worden, um das Mittelzentrum Burgdorf als Bildungs- und Wirtschaftsstandort weiter zu verfestigen“, unterstrich Baxmann, der dabei wenig uneigennützig nicht vergaß zu erwähnen, dass eine Einrichtung dieser Größenordnung auch eine weitere Sporthalle gut gebrauchen könnte. Die Stadt Burgdorf ebenfalls...