Baustart auf der Ramhorst

Gemeinsamer Spatenstich: Architekt Oliver Zeche (v. l.), Christiane Concilio, die Projektentwicklerinnen Rena Walther und Mirja Striedieck (Drees & Sommer), Axel Düker, Markus Kellner, Robert Baberske und Hans-Jürgen Voss.
 
Der Neubau (r. hellgrau) soll bis zum Juli 2021 fertig sein. Der alte Sporthallentrakt (Mitte dunkelgrau) und zwei Gebäuderiegel (l. o. gestrichelte Linien) im Bestand werden abgerissen. (Foto: Quelle: Stadt Burgwedel)

Erster Spatenstich zum Neubau von Sporthalle und SEK-I-Trakt am Gymnasium – Im Juli 2021 soll beides fertig sein

GROSSBURGWEDEL (bgp). Kurz und schmerzlos erfolgte am Dienstag der „erste Spatenstich“ für den 16 Millionen-Neubau auf dem ehemaligen Sportgelände des Gymnasiums Großburgwedel. Bereichsleiter Markus Kellner vom Bauunternehmen Depenbrock hatte eine große Schubkarre mit neuen Spaten dabei. Ohne große Vorreden schritten Schulleiter Robert Baberske, Bürgermeister Axel Düker und die Erste Stadträtin Christiane Concilio sowie fünf beteiligte Planungs- und Bauexperten zur Tat. Ausgerüstet mit Spaten und Gummistiefeln, die in punkto Kleidung auf Grund der vielen Regenfälle mehr als angemessen waren, schippten sie im hohen Bogen das Erdreich als Symbol für den Baubeginn in die Luft. „Toll, dass es jetzt los geht“, freute sich Schulleiter Robert Baberske, als er den Spaten nach verrichteter Arbeit wieder beiseite stellte. „Bisher haben die Arbeiten auf dem Gelände den Schullalltag nicht beeinträchtigt“, erklärte er auf Nachfrage. Eher sei das Gegenteil der Fall, da Kollegium und Schüler den Fortgang des Projektes mit viel Interesse verfolgten. In den großen Pausen fehle allerdings der große Rasenplatz, den die Gymnasiasten bisher für Spiele wie Fußball oder andere Bewegungsaktivitäten nutzen konnten. Dort herrscht zurzeit Ausnahmezustand: Die Grasnarbe ist komplett abgetragen, da zunächst die unterirdischen Kanäle und Leitungen sowie weitere erforderliche Tiefbauarbeiten durchgeführt wurden.
Der städtische Architekt, Hans-Jürgen Voss, ist zuversichtlich, dass der Neubau bereits im Juli 2021 fertig gestellt sein wird. Damit wäre sichergestellt, dass die Fünft- bis Zehntklässler zu Beginn des Schuljahres 2021/22 einziehen können. Für das Raumkonzept im Neubau haben die Planer von Depenbrock und dem Mindener Architekturstudio pm die Anregungen von Schülern, Eltern und Lehrkräften aufgenommen und sich einiges einfallen lassen: Jeder Jahrgang der Klassen fünf bis zehn erhält seine eigene Etage mit 80 Quadratmeter großen Klassenräumen, die um einen Aufenthaltsbereich angeordnet sind, der sogenannten „Homebase“. Dort können sich die Schüler treffen und lernen oder ihre Freizeit verbringen. Sowohl der Neubau als auch der später zu sanierende Teil im Altbestand sollen modernen pädagogischen Anforderungen gerecht werden und eine angenehme Umgebung bieten.
Erst nach Fertigstellung des Neubaus für die Sekundarstufe I und der Dreifeld-Sporthalle erfolgt die Sanierung des Altbestandes, der mit den Abrissarbeiten der alten Sporthallen und zwei Gebäuderiegeln beginnt. Damit wurde auch die Sorge der Vereine und Schulen ausgeräumt, zwischenzeitlich keine ausreichenden Hallenkapazitäten zur Verfügung zu haben. Für die Abriss- und Sanierungsarbeiten hat die Stadt noch einmal 18 Millionen Euro veranschlagt. Nach dem Umzug der Sekundarstufe I in den Neubau, werden die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe im verbleibenden Altbestand weiter unterrichtet.
Was die Abläufe anbelangt, wollen die Projektplaner nichts dem Zufall überlassen. Die Erschließung der Baustelle, aber auch die Gebäude-Zugänge und die Schülerströme werden vorher genau bedacht, um möglichst wenig Beeinträchtigung zu haben. „Da soll niemand durch Staubwände und Schutt laufen müssen“, erklärte Projektplanerin Rena Walther vom Planungsbüro Drees & Sommer im Vorfeld des Baustarts.