Bach, Mozart und Rachmaninow

Die bekannte Pianistin Ekaterina Litvintseva gastiert mit ihrem Programm „Die überschäumende Leichtigkeit des Seins!" am Sonntag, 9. Dezember, im Isernhagenhof. (Foto: © Marion Koell)

„Weltklassik am Klavier – die überschäumende Leichtigkeit des Seins!"

ISERNHAGEN (r/bs). „Die überschäumende Leichtigkeit des Seins“ – unter diesem, etwas ungewöhnlichem, Titel vereint die vom nördlichen Polarkreis stammende Pianistin Ekaterina Litvintseva am Sonntag, 9. Dezember, um 17.00 Uhr im Isernhagenhof, Hauptstraße 68 in Isernhagen F.B. drei herausragende Komponisten: Bach, Mozart und Rachmaninow.
Ekaterina Litvintseva paart in ihrem Spiel meisterhafte Virtuosität mit tiefer Emotionalität, mit der sie einfühlsam und behutsam dem Ursprung der Werke nachspürt. Dieses Mal begibt sie sich auf die musikalische Spurensuche nach der wunderbaren Leichtigkeit, die sich hier und da in den Werken mit einer charmanten Eleganz paart. Platzreservierungen sind möglich unter 0211 936 5090. Tickets gibt es auch an der Konzertkasse.
Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Ekaterina Litvintseva am nördlichen Polarkreis, blickte aus dem Fenster auf das nördliche Eismeer mit der klaren Luft und den im Winter wie gemeißelt erscheinenden Eisbrocken und erlebte im Sommer die zauberhafte Farbenpracht der Tundra. Dieses Leben prägte ihren Sinn für Klarheit und Farben - auch am Klavier.
Ekaterina wurde 1986 in Magadan (Russland) geboren und erhielt dort ihre erste musikalische Ausbildung. Schon mit 16 Jahren studierte sie in Moskau, später in Köln, sowie in Würzburg. Bereits mit 10 Jahren gewann Ekaterina den ersten Preis und setzte diese Erfolge bei zahlreichen Wettbewerben fort. Sie trat in namhaften Konzertsälen auf, u.a. Bremer Glocke, Hamburger Musikhalle, Konzerthaus Berlin, Beethovenhalle Bonn. Ekaterina hat 4 CDs eingespielt: Klavierkonzerte von Mozart und Chopin, Klavierwerke des jungen und späteren Rachmaninow.
Den Klavierabend eröffnet die feine Partita Nr. 3 in a-Moll BWV 827 von Bach, die sich durch eine Leichtigkeit des Geistes auszeichnet, die nicht oft in anderen Werken von Bach zu hören ist. An den Keyboardstil von Bach erinnert der darauf folgende erste Satz von Mozarts Sonate in B-Dur KV 281. Der Mittelsatz Andante Amoroso und besonders das abschließende Rondo beeindrucken durch ihre Anmut und ihren Charme. Das Rondo in D-Dur KV 485 öffnet sich mit einem frechen, spielerischen Thema, das nur aus der Feder von Mozart kommen kann.
Den zweiten Teil des Programms bilden die Morceaux de Salon op. 10 von Rachmaninow, eine Kette von sieben eleganten und charmanten Stücken, die offensichtlich unter dem Einfluss von Chopin komponiert wurden - Rachmaninow von einer neuen, wenig bekannten Seite.