Auszeichnung für die IGS Burgwedel

Im Garten der IGS, die sich nun "Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule" nennen darf. Das grüne Banner ziert nun die Agora (hintere Reihe v. l. Axel Düker, Dr. Marco Gerhard Schinze-Gerber, Anika Kühl und Stephanie Fließwasser).

Natur- und Klimaschutz werden an der Schule gelebt – Urkunde und Banner für die IGS als „Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule“

GROSSBURGWEDEL (bgp). Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt gibt es im Schulgarten der IGS Burgwedel zuhauf. Die Schüler haben mit den Projektbetreuerinnen Anika Kühl und Stephanie Fließwasser einen Teich angelegt, eine Trockenmauer gebaut, Blumen gesät und ein Bienenhotel aufgehängt. All das sind Bestandteile der zahlreichen Projekte, die von ihnen in Sachen Klima-, Natur- und Umweltschutz für die Schule auf den Weg gebracht wurden. Der Einsatz der Beteiligten hat sich sowohl für die Umwelt als auch für den guten Ruf der Schule gelohnt: Mitte September wurde die IGS mit dem Titel „Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule“ in Twistringen ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben. Bei wiederholten Bewerbungen müssen sich die Schulen im Bereich Umweltschutz von Jahr zu Jahr steigern.
Der Nachwuchs hat sich jedoch nicht nur auf dem Außengelände mit Herz und Hand engagiert. In den Klassenräumen und der Pausenhalle wurde ein einheitliches Mülltrennungssystem etabliert. Plakate über den Mülleimern verdeutlichen, welche Stoffe wo hineingehören. Kreativ ging es beim Projekt „Upcycling“ zu. Dort bastelten die Schülerinnen und Schüler Stiftehalter aus Konservendosen oder Portemonnaies und Vogelhäuschen aus Tetrapacks. „Nachhaltigkeit ist gleichbleibendes Kernthema bei uns“, betonte Schulleiter Dr. Marco Gerhard Schinze-Gerber und verwies auf dauerhafte Projekte wie eine Pfandflaschen-Box. Darin werden leere Pfandflaschen gesammelt und aus dem Erlös Kinder- und Umweltprojekte unterstützt.
Exkursionen sind ein weiterer Bestandteil der aktiven Umwelterziehung der IGS. Im Rahmen einer Fahrt zum Klärwerk in Großburgwedel sehen die Schüler, wie das Schmutzwasser stufenweise gereinigt wird. Am Ende des Klärprozesses stehen die idyllischen Teiche mit dem gereinigten Wasser, auf dem Schwäne und Enten friedlich dümpeln. Mit der Besichtigung des Klärwerkes werde fächerübergreifend gearbeitet und der Nachhaltigkeitsgedanke aktiv gelebt, lobte Stadtbürgermeister Axel Düker und schwärmte bei der Besichtigung des Schulgartens: „Das ist ganz toll, was die Schule hier macht.“ Auch im häuslichen Garten lasse sich selbst mit kleinen Projekten wie einer Sandlinse oder Wildblumen eine große Wirkung für die Artenvielfalt erzielen. „Viele kleine Orte bringen es nach vorne“, so Düker. Den Beweis lieferte der Umweltschutz-Nachwuchs und berichtete von einem roten Milan, Heupferden, Feldwespen, Bachstelzen und Kaninchen, die im Schulgarten bereits gesichtet wurden.
Die Auszeichnung ist eine große Belohnung für die Mädchen und Jungen, die sich für die Umweltbelange engagieren. Im kommenden Jahr wollen sie mit neuen Projekten in die nächste Runde gehen. „Das ist ein Prozess, der weiter geht“, so Schinze-Gerber. Die Richtlinien für die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ sind in einer Ausschreibung der internationalen Stiftung für Umwelterziehung (F.E.E. Foundation for Environmental Education) festgelegt. Weltweit beteiligten sich an dem Projekt etwa 20.000 Schulen in mehr als 40 Staaten. Für Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) Projektträger, acht Bundesländer sind beteiligt. In Burgwedel gibt es drei Umweltschulen mit den Grundschulen Fuhrberg und Wettmar sowie der IGS.