Auswirkungen der Chip-Krise

Halbleiterkrise zeigt zunehmend auch im Neuwagenmarkt Spuren

Großburgwedel/Region (r/bs). Die Halbleiterkrise zeigt zunehmend auch im Neuwagenmarkt im niedersächsischen Pkw-Markt Spuren.
Die Zahl der Neuzulassungen ist im Juli, nach dem es im Juni noch Steigerungen von 20,8 Prozent gegeben hat, mit 23.012 Verkäufen wieder auf das Niveau vom Mai (22.134 Verkäufe) zurückgerutscht. Der Juli musste im Vergleich zum Vorjahresmonat Einbußen von 31,2 Prozent hinnehmen. Damals kam die Branche mit Schwung aus dem Lockdown und erreichte nicht zuletzt dank der Mehrwertsteuersenkung im Land mit 33.467 Einheiten das Niveau des Vorkrisenmonats Juli 2019.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den aktuellen KBA-Länderstatistiken: „Der Pkw-Markt hat im Juli die Gewinne aus dem Juni fast vollständig wieder eingebüßt. Das Vorkrisenniveau bleibt in weiter Ferne." Allerdings sei die Zwischenbilanz für den Automarkt im Niedersachsen mit 3,9 Prozent und 164.034 Zulassungen im Plus.
Die Juli-Bilanz weise starke Verluste für Diesel und Benziner aus. 4.921 neue Diesel seien zum Vorjahr ein Minus von 50,7 Prozent. Auch Benziner hätten stark verloren. Im Juli habe es 10.058 (Vorjahr: 16.922) Neuzulassungen gegeben. Unverändert auf Höhenflug seien dank der hohen Innovationsprämien die E-Pkw, die 5.382 (Vorjahr: 3.908) Verkäufe verbucht hätten. Es habe 2.742 reine batteriebetriebene Pkw-Verkäufe gegeben. Das Segment der alternativen Antriebe sei um 22,4 Prozent auf 8.031 Zulassungen gestiegen.
Die Branche, sagte Bley abschließend, schaue mit Sorge in die Zukunft, denn der Auftragseingang sei im Juli um 21 Prozent eingebrochen. Seit Jahresbeginn betrage das Plus laut VDA noch sieben Prozent.