Ausstellung „Die Mauer - Eine Grenze durch Deutschland“

Wann? 13.08.2011 18:00 Uhr

Wo? Isernhagenhof, Hauptstraße 68, 30916 Isernhagen DEauf Karte anzeigen
Am Eröffnungsabend ist Schriftsteller Peter Fischer zu Gast, der als Zeitzeuge aus seinem eigenen Erleben berichten wird. (Foto: Klemens Fischer)
Isernhagen: Isernhagenhof |

Eröffnung im Isernhagenhof - Autor Peter Fischer berichtet als Zeitzeuge

ISERNHAGEN (r/bs). Am 13. August 2011 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Aus diesem Anlass präsentieren die Bundesstiftung „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ und der Springer-Verlag eine zeithistorische Ausstellung. 20 großformatige Plakate erzählen die Geschichte sowohl der Berliner Mauer als auch der innerdeutschen Grenze.
Die Ausstellung „DIE MAUER – Eine Grenze durch Deutschland“ wird am Tage des Mauerbaus am 13. August um 18.00 Uhr im Isernhagenhof – Isernhagen FB, Hauptstraße 68 - eröffnet. Sie wird dort bis zum 19. August täglich in der Zeit von 16 bis 19 Uhr zu besichtigen sein. Der Eintritt ist frei.
Am Eröffnungsabend ist Schriftsteller Peter Fischer zu Gast, der als Zeitzeuge aus seinem eigenen Erleben berichten wird. Peter Fischer verbrachte die Kindheit in seiner Geburtsstadt Suhl. Nach dem Studium in Halle und Ost-Berlin war Fischer als Schriftsteller tätig. Jedoch geriet er bereits in den 60er Jahren in Konflikt mit dem politischen System der DDR.
Es folgten mehrere Versuche, das Land zu verlassen. Ein Fluchtversuch scheiterte. Fischer kam daraufhin in das MfS-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Pankow, später nach Cottbus und Chemnitz. Nach seinem Freikauf 1975 durch die Bundesrepublik lebte Fischer zunächst im Westteil Berlins, später in Hamburg. Dort war er als freier Journalist, Redakteur, Sachbuchautor und Lyriker tätig. 2004 erschien sein Roman „Der Schein“. Darin verarbeitete Fischer seine Kindheit im geteilten Deutschland. In der Folge erschienen zwei weitere Werke, welche über das politische und soziale Leben in der DDR sowie der Bundesrepublik erzählen.
Die Ausstellung zeigt eindrückliche Fotos und Dokumente aus den Archiven, die teilweise nach Jahrzehnten erstmals wieder gezeigt werden. Das Autorengespann Sven Felix Kellerhoff und Dr. Ralf Georg Reuth beschreibt die Abriegelung der innerdeutschen Grenze nach 1952, die dramatischen Umstände des Mauerbaus und die Reaktionen der Westmächte darauf. Themen sind weiterhin das SED-Grenzregime und seine Opfer, Fluchten und Fluchthilfe, der Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt sowie die glückliche Überwindung der Teilung mit der friedlichen Revolution des Jahres 1989.
Die Bürgerstiftung Isernhagen hat es sich in Verbindung mit der Heinrich-Heller-Schule zur Aufgabe gemacht, diese Ausstellung nach Isernhagen zu holen. Sie ist eine großartige Gelegenheit, einen der wichtigsten Abschnitte der deutschen Nachkriegsgeschichte Erwachsenen und Schülern in so komprimierter Form zu präsentieren und damit dem Vergessen zu entreißen.
Danach wird sie der Heinrich-Heller-Schule übergeben, die ihr mit einer eigenen Präsentation einen großen Empfang bereiten wird. Die Ausstellung wird dort einen dauerhaften Platz erhalten und mit umfangreichem Begleitmaterial für Sek I und Sek II in den Geschichtsunterricht integriert.