Auffahrunfall mit fünf Fahrzeugen auf der L 310

Nahezu ungebremst war der Ford Mondeo auf den BMW aufgefahren. Er schob die drei vor ihm haltenden Fahrzeuge zusammen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Alle beteiligten Personen kamen glimpflich davon

FUHRBERG (hhs). Am Montagnachmittag gegen 14.40 Uhr ereignete sich ein kurioser Unfall auf der L 310 etwa einen Kilometer östlich von Fuhrberg. Fünf Fahrzeuge waren daran beteiligt. Ursache scheint ein totes Reh zu sein, das am Fahrbahnrand der Landesstraße gut sichtbar lag.
Vier Fahrzeuge wurden bei dem Unfall mehr oder weniger beschädigt. Das Fünfte, ein Fahrzeug der Straßenmeisterei Burgdorf, blieb unbeschädigt. Personenschaden entstand dabei zum Glück nicht.
Zwei Mitarbeiter der Straßenmeisterei Burgdorf waren mit einem Klein-Lkw auf der L 310 unterwegs zur Streckenkontrolle. Sie fuhren an dem verendeten, am Fahrbahnrand liegenden Reh vorbei und und hielten etwa 50 Meter hinter dem toten Tier. Ein nachfolgender zweiter Lkw konnte wegen des starken Gegenverkehrs, nicht an dem Fahrzeug der Straßenmeisterei vorbeifahren und stoppte. Zwei weitere Pkw hatten die Situation ebenfalls erkannt und hielten dahinter. Nun folgte ein dritter Pkw, ein Ford Mondeo älteren Baujahrs, und dessen Fahrer hatte die Situation nicht erkannt. Er fuhr nahezu ungebremst auf das vor ihm zum Stillstand gekommene Fahrzeug auf.
Der Mondeo schob sich unter das Fahrzeug vor ihm, einen BMW, bis an dessen Hinterachse und schob diesen in das Heck des nächsten Wagens. Der prallte wiederum auf den Lkw. dann war es mit der Aufprallenergie vorbei: Der Lastkraftwagen kam nur wenige Zentimeter hinter dem Fahrzeug der Straßenmeisterei zum Stehen.
Bei allen drei Pkw, die an dem Unfall beteiligt waren, hatten die Airbags ausgelöst, so dass alle Fahrer, selbst der des auffahrenden Mondeos mit dem Schrecken davon kamen. Beamte des Polizeikommissariats Großburgwedel nahmen den Unfall auf und regelten den Verkehr an den fünf aufeinander gefahrenen Fahrzeugen vorbei.
Die Fahrzeuge standen „schön ordentlich“, wie es ein Beteiligter ausdrückte, hintereinander, so dass die Gegenfahrbahn von der „kleinen Massenkarambolage“ wenig beeinträchtigt wurde. Der Verkehr auf der viel befahrenen Landesstraße kam nur für wenige Minuten zum Stehen, als der Abschleppdienst die verunfallten Pkw von der Fahrbahn holte. Der LKW war nur wenig beschädigt und weiter fahrtüchtig.
Der Fahrer des Ford Mondeo, der den Auffahrunfall ausgelöst hatte, erinnerte sich wenige Minuten später: Er habe nichts davon bemerkt, dass seine Vordermänner abgebremst und schließlich ihre Fahrt gestoppt hätten. Er habe kurz auf das rechts am Fahrbahnrand liegende tote Reh geschaut und dann habe es schon geknallt. Er war sichtlich erleichtert, dass keine der in Mitleidenschaft gezogenen Personen ernsthaft verletzt worden ist.