Auf Fotopirsch mit dem NABU

Die NABU-Gruppe machte sich auf die Suche nach schönen Motiven der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Exkursion in die heimische Flora und Fauna

Von Bettina Garms-Polatschek

GROSSBURGWEDEL/THÖNSE. Eine interessante Foto-Exkursion unternahm der Naturschutzbund Burgwedel am vergangenen Sonntag. Treffpunkt mit dem Fahrrad war der Domfront-Platz in Großburgwedel, von dem aus die siebenköpfige Gruppe dann in Richtung Thönser Kiesgrube startete. Im Gepäck hatten die Teilnehmer ihre Fotokameras, Objektive und Stative, um sich bei strahlend blauem Himmel und Wattewölkchen auf die Jagd nach schönen Motiven in der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu begeben.
„Das ist ein interessantes Gebiet mit einer abwechslungsreichen Landschaft, wir lassen uns mal überraschen, was wir so finden werden“, begrüßte Markus Diedrich-Philippi die Teilnehmer. Er hatte gemeinsam mit NABU-Beisitzer Dieter Gottschalk die Tour organisiert und erklärte, welche Tierarten dort besonders häufig zu sehen seien: „Es gibt viele verschiedene Libellen und Pflanzen, auch zwei Graugans-Brutpaare mit ihren Jungen sind hier.“ Eine Nilgans sei auch schon einmal gesichtet worden, ebenso Haubentaucher und Blässhühner sowie eine Stockente mit acht Jungen.
Interessant sei auch die Uferschwalben-Kolonie in der benachbarten Sandgrube. Dort hätten sich die Tiere in der sandigen Steilwand Höhlen für ihre Brut gegraben. „Bereits im Mai haben die Uferschwalben angefangen“, ließ Diedrich-Philippi wissen und fuhr fort, dass leider wenige Tage später mit dem Abbau fortgefahren worden sei und die angefangenen Bruthöhlen dabei versehentlich zerstört wurden, doch die Tiere hätten rasch „umgeschaltet“ und sich einen neuen Bereich gesucht, wo sie ungestört brüten konnten.
Die Betreiber der Kiesgrube seien mit der unteren Naturschutzbehörde in ständigem Kontakt und berücksichtigten in der Regel die Bedürfnisse der Tiere, so der NABU-Vertreter. Insofern ergehe es den Uferschwalben besser als den Mehlschwalben, die in Gebäuden ihre Nester bauten. Sie fänden zunehmend weniger Baumaterial dafür, denn sehr viele Flächen seien bereits asphaltiert, sodass immer weniger Pfützen mit der benötigten lehmartigen Masse vorhanden seien.
Schöne Motive gab es indes reichlich, doch einen Wasserfrosch in der Sonne zu erwischen, war nicht leicht, denn dieser sprang mit einem satten „Plopp“ wieder ins Wasser, wenn sich die Naturfreunde näherten. Dafür flogen hoch am Himmel die Gänse und Schwalben, die ein Bild wie zu Urzeiten boten.