Auf fleißiger Schnäppchenjagd in der Oberschule

Der 10-jährige Tobias betreute mit seiner Mutter einen Stand: „Wenn Leute kommen, macht es Spaß, wenn keiner kommt weniger“, resümierte er den Verlauf des Flohmarkttags in der Oberschule. (Foto: Anna Kentrath)

Förderverein freute sich über Erlös von 500 Euro

GROßBURGWEDEL (ak). Die Jagd nach Schnäppchen, das Stöbern durch ein vielfältiges Angebot, aber auch und vor allem der gute Zweck standen vergangenen Samstagnachmittag beim Flohmarkt der Oberschule in Großburgwedel auf dem Programm. Der Förderverein hatte zu dieser Veranstaltung geladen und nahm durch Standgebühren und Kuchenverkauf 500 Euro ein, die zum Wohle der Schüler eingesetzt werden sollen.
Für den ersten Indoor-Flohmarkt in der Oberschule war die Aussteller-Resonanz wirklich gut: Ganze 28 Stände reihten sich in der Agora aneinander und boten ein umfangreiches Angebot, das von Baby- und Kinderbekleidung über Spielzeug bis hin zu Geschirr und kleineren Einrichtungsgegenständen reichte. Im Vorfeld habe man flächendeckend Werbung gemacht, neben Burgwedel auch in Isernhagen, Mellendorf und Burgdorf, so die 1.Vorsitzende des Fördervereins Martina Wöhler. Der noch recht neue Vorstand des Fördervereins, zu denen auch die 2. Vorsitzende Andrea Wilkens, 3. Vorsitzende Stefanie Rennspieß und Kassenwartin Sandra Wedig gehören, hatte sich im Vorfeld ins Zeug gelegt, um eine Aktion ins Leben zu rufen, die „jenseits von Weihnachten und Ostern liegt“, so Wöhler. Unterstützt wurden sie hierbei auch von der Schulleitung der Oberschule, insbesondere dem stellvertretenden Schulleiter Bernd Hofmann, der sich tatkräftig mit einbrachte.
Fleißig wurden Kuchen von Eltern gebacken und gespendet, die in einer kleinen Kaffeeecke genossen werden konnten, ebenso wie die „Kaffee-Flatrate“ und die frisch gebackenen, duftenden Waffeln. „Alles was wir hier einnehmen ist und bleibt in der Schule“ stellte die 1.Vorsitzende heraus und auch die Standgebühr gehe in den Anschaffungstopf des Fördervereins. Was im Endeffekt davon gekauft würde, entscheide sich spontan, erläuterte Wöhler, um die Wünsche der Schüler bei der Entscheidung entsprechend gut zu berücksichtigen, gebe es aber einen Wunsch-Briefkasten. Aber auch der aktuelle Bedarf, etwa im Sport- oder Kunstunterricht, werde betrachtet, um mit zusätzlichen Materialien das Lernen zu bereichern. Zusammenfassen hielt Martina Wöhler als Ziel des Fördervereins fest: „Wir wollen den Arbeitsplatz der Schüler so angenehm wie möglich gestalten“.
Für einen weiteren Flohmarkt im kommenden Jahr, wolle man die „Schüler mehr mit ins Boot holen“. So könnten diese vielleicht einen eigenen Stand betreuen, sei es beim Waffel backen, dem Verkauf oder der Werbung im Vorfeld. Ideen sind gefragt und erwünscht. Bereits erste Erfahrungen als Verkäufer sammelten Tobias und Julien, beide aus der 5.Klasse der Oberschule.
Tobias betreute den Stand mit seiner Mutter und pries unter anderem seine alte Gitarre an, da er sich mittlerweile für ein anderes Instrument entschieden hat, das Schlagzeug. Ihren Verkaufserlös würden sie schließlich aber zusammen ausgeben, um einen richtig „schönen Familientag“ zu gestalten. Juliens Ziel hingegen ist es eine eigene Modelleisenbahn auf dem Dachboden seines Elternhauses zu installieren. Seine Mutter hatte aber zur Bedingung gemacht, dass er sich dann von einigen Dingen trennen müsse, um Platz zu schaffen und um ein gewisses Startkapital für das Vorhaben einzunehmen.
Die ersten Schüler machten also bereits positive Erfahrungen beim Flohmarkt in der Agora und so kann der nächste, Anfang des kommenden Jahres, den diesjährigen bestimmt noch toppen, insbesondere was die Besucherzahlen angeht.