Auf dem Domfrontplatz steht ein großer Weihnachtsbaum

Seit Montag steht der Weihnachtsbaum in Großburgwedel auf dem Domfrontplatz. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Bauhofs wird er gerade in die Aufnahmehülse eingepasst. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Prächtige Fichte aus dem Tiefen Bruch

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Montagmittag dieser Woche staunten die Großburgwedeler rund um den Domfrontplatz nicht schlecht: Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Burgwedel waren damit beschäftigt, eine mächtige Fichte, ein gut zehn Meter hoher Baum, in die dafür vorgesehene Halterung auf dem Domfrontplatz zu setzen. Mit einem Bauhof-LKW, der über einen Kran verfügte, sah das alles ganz einfach aus. Nur den unteren Teil des Stammes mussten die drei Männer mit der Motorsäge passig sägen, er war für die in das Pflaster des Domfrontplatzes eingelassene Bodenhülse zu stark. Dann schlugen sie noch ein paar Keile ein, damit der zukünftige Weihnachtsbaum schön gerade und vor allen Dingen richtig fest darin steht.

Die Bauhofmitarbeiter hatten in dieser Arbeit schon Übung. Am Morgen hatten sie schon in einigen Ortschaften die Weihnachtsbäume aufgestellt, aber weitaus kleinere. Der große Baum auf dem Domfrontplatz sollte noch am Nachmittag mit der Lichterkette versehen werden. Daraus wurde aber nichts, es regnete zu stark, um diese Arbeit, die zum Teil in luftiger Höhe stattfinden muss, sicher verrichten zu können. Das soll nun in den kommenden Tagen nachgeholt werden.
Ach in diesem Jahr hatte Jörg Heuer vom CDU Ortsverband Fuhrberg für diesen Baum gesorgt. Schon im vergangenen Jahr hatte er „einen großen Baum“ ausgesucht. Der kleine, der dort 2008 gestanden hatte, erschien damals angesichts der exponierten und großzügig dimensionierten Lage „nur bedingt geeignet“, wie es ein Passant damals ausdrückte. Das war schließlich der Grund dafür, dass die Fuhrberger Christdemokraten im vergangenen Jahr für ein ansehnlicheres Exemplar gesorgt hatten.
Soll das nun Tradition werden? „Von uns aus, ja“, entgegnete Jörg Heuer. „Wenn es denn so läuft wie in diesem Jahr und die Stadt Burgwedel den Baum bezahlt. Die Tradition des Schlagens und Bringens übernehmen wir dann gern“, schmunzelte er. Das Aussuchen und Schlagen eines großen Weihnachtsbaums sei eine gar nicht so einfach, fuhr er fort. So ein Baum müsse über ganz unterschiedliche Qualitäten verfügen, und die Beurteilung würden sich er selbst und seine Frau Gudrun gern teilen. „Gudrun und ich schauen uns die Bäume im Wald an. Sie achtet auf Wuchs und Form und ich darauf, dass der Weihnachtsbaum auch so im Bestand steht, dass ich ihn mit dem Schlepper herausziehen kann, ohne ihn dabei groß zu beschädigen“.
Mit dem Exemplar vom Montag war diese Arbeitsteilung vollkommen gelungen. Die ersten Passanten, die den Baum noch senkrecht am Kranhaken hängen sahen, waren des Lobes voll. „Ein wunderschöner Baum“, so das Urteil einer Fußgängerin über die Fichte aus dem Tiefen Bruch. „Man sieht, dass der Baum aus dem Wald stammt, eine richtige Fichte. Auch Gudrun Heuer war zufrieden mit ihrer Auswahl. Sie war gekommen, um zu schauen, wie der Baum nun frei und alleinstehend aussieht. „Wenn ich mir im Wald so knappe 50 Exemplare angeschaut und einen Baum davon ausgesucht habe, dann kann ich mir am Ende kaum noch vorstellen, wie er als Weihnachtsbaum aussehen wird“, formulierte sie ihre Erfahrungen. Das sei mit dem Baum für die eigene Weihnachtsstube allerdings auch so. Allerdings solle man überlegen, wie man diesen schönen Baum auf dem Domfrontplatz entsprechend schmücke. Da könne man sich eine Menge mehr vorstellen als eine Lichterkette.