Auch Kleinburgwedel sagte dem Müll den Kampf an

Starke Ausbeute: Zur Halbzeit der Sammlung waren schon 14 Müllsäcke prall gefüllt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Von Autoreifen bis hin zu Getränkedosen und Flasche

KLEINBURGWEDEL (hhs). Wenn man die Ergebnisse der Müllsammelaktionen in den Ortschaften anschaut, dann sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden, bei der Verwaltung eine Stelle „Verfolgung illegaler Abfallentsorgung“ zu schaffen. Wenn man nur den Bruchteil der Täter mit einem Bußgeld von weiterem Tun abhält, dann wirkt das im Allgemeinen schon abschreckend auf sein Umfeld.
Am vorletzten Wochenende hatte der Ortsrat Kleinburgwedel zur Müllsammelaktion geladen. Treffpunkt war in der Dorfmitte am Feuerwehrgerätehaus, wo sich wieder viele Freiwillige morgens trafen. Mit dabei die Jugendfeuerwehr, Mitglieder aus allen Vereinen, der Ortsrat und ein ganzer Teil Mitbürger, die sich spontan zur Teilnahme entschlossen hatten.
Die Sammler wurden mit Abfallsäcken ausgestattet, auf die Schleppergespanne verteilt und schon ging es los. An der L 383 fanden sich wie in jedem Jahr wieder viele Getränkedosen und Flaschen sowie zahlreiche Fast-Food-Verpackungen.
Auf den Anhängern herrschte gute Stimmung, denn bei der großen Ausbeute an jenem Vormittag war jeder Teilnehmer davon überzeugt, dass er genau die richtige Freizeitbeschäftigung an diesem Tag gewählt hatte. Man sah ganz deutlich an Kleinburgwedels Straßen und Wegen, dass hier der Müll verschwunden war.
Auch große Teile waren unter den Müll-Fundstücken: Ein Satz alter Autoreifen fand sich am Sammelplatz und einen kompletten Satz Radkappen, noch in einer Tüte verpackt. Der sei wahrscheinlich irgendjemanden geklaut worden, vermutete der Finder. Am Ausgangspunkt der Sammeltour wieder angekommen, präsentierten alle ihre Ergebnisse. Ein großer Haufen Unrat war zusammengekommen, den aha ein paar Tage später entsorgt hat. Für die flleißigen Sammler standen dann im Feuerwehrhaus Speis und Trank bereit.