Auch der Bürgermeister hat seinen Wieder-Wahlkampf begonnen

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heiner Neddermeyer und Dr. Hendrik Hoppenstedt beginnen mit der CDU die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Hendrik Hoppenstedt: „Ich führe einen kurzen, knackigen Wahlkampf“

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Mittwoch vergangener Woche hat der Stadtverband der CDU Burgwedel überall in den Ortschaften die Endphase des diesjährigen Kommunalwahlkampfs begonnen. Sichtbares Zeichen dafür ist die Plakatierung., „Wir wollten nicht zu früh damit anfangen“, erklärte Heiner Neddermeyer, der Stadtverbandsvorsitzende der Christdemokraten im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Wir wissen, es nervt viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn die Kandidaten wochenlang von den Laternenpfählen herab schauen. Deswegen jetzt der Termin zum Schuljahresbeginn:“. Dem stimmt man automatisch zu, wenn man die ramponierten Kandidaten-Plakate betrachtet, die ihr Los schon seit mehreren Wochen in luftiger Höhe bei Wind und Wetter fristen mussten. Seit Mittwoch hat auch Dr. Hendrik Hoppenstedt seinen Wieder-Wahlkampf begonnen. Sein Programm ist auf einer nagelneuen Homepage www.hendrik-hoppenstedt.de zu finden, die neuen Plakate sind im Stadtgebiet flächendeckend verteilt.
Bisher ist Hoppenstedt nur mit zwei Bürgerbriefen in Sachen Wahlkampf in Erscheinung getreten. Der erste im Mai suchte den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, mit Erfolg, wie der Kandidat sagte. Auf seiner Homepage hätten sich etwa 50 Mitbürgerinnen und Mitbürger an ihn gewandt, im übrigen zumeist zufriedene Menschen. Zwei verbesserungsfähige Problempunkte sind dabei häufig thematisiert worden: Die gefährliche Situation an der Oldhorster Kreuzung und der unhaltbare Zustand insbesondere der Rampe zum Bahnhof.
Im zweiten Brief im Juli habe er sich um einen Ausblick auf die kommenden Jahre bemüht. „Da wären eigentlich 150 Einzelpunkte durchaus denkbar gewesen“, so Dr. Hoppenstedt. „Aber das liest niemand gern. Ich habe mich auf fünf wirklich wesentliche Kernthemen beschränkt“.
Wichtigstes Thema ist für den amtierenden Bürgermeister die Finanzlage der Stadt Burgwedel. „Auch in Zukunft werde ich als Bürgermeister der Stadt Burgwedel für eine sparsame Haushaltsführung stehen“, verspricht er. „Ohne Geld hat keine Kommune einen Gestaltungsspielraum“.
Damit in engem Zusammenhang steht der zweite Punkt Unternehmensansiedlung. „Wir werden über die Ausweisung neuer Gewerbeflächen Unternehmen die Möglichkeit geben, sich in Burgwedel weiter zu entwickeln oder sich hier anzusiedeln. Damit schaffen wir neue Arbeitsplätze und höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer“.
Besonders am Herzen liegen ihm auch die Senioren: „Die Zahl der Senioren in unserer Stadt wird weiter ansteigen. Ich möchte es dieser Bevölkerungsgruppe ermöglichen, selbst bestimmt zu leben und denke daran, ein Angebot für Senioren gerechtes Wohnen zu bieten“. Grundlage dafür können die Ergebnisse des Projekts Wohnwinkel sein. „Wir wollen als Stadt in dieser Beziehung eine Vorreiterrolle anstreben“.
Das Ehrenamt müsse weiter unterstützt werden und die Leistungen ehrenamtlich Tätiger müssen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. „Möglichst viele Menschen sollten sich in den Kirchen, sozialen Einrichtungen, Feuerwehren und Vereinen engagieren“. Nächster Punkt ist die Schullandschaft in der Stadt Burgwedel. Die Oberschule wird zum 1. August 2012 kommen. Jetzt gehe es zunächst darum. gemeinsam mit den Lehrkräften und den Elternräten ein Konzept zu erstellen und durchzuführen. Hoppenstedt hält die jetzt beschlossene Regelung für ideal, weil sie die längere gemeinsame Förderung jedes einzelnen nach seinen Fähigkeiten beinhalte. Eine IGS werde es in Burgwedel nicht geben, weil es nach der Gesetzeslage keine geben kann. Nach dem Schulgesetz reiche die Schülerzahl in Burgwedel nicht aus für diese Schulform, auch eine Kooperation mit der Nachbargemeinde Isernhagen sei rein rechtlich ausgeschlossen.
Einen weiteren Schwerpunkt legt der Bürgermeister auf den Umweltschutz. Hier legt er sich im Einzelnen nicht fest: „Ob bei der Förderung regenerativer Energien, Hilfen zur energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien oder der möglichen Güterbahnumgehung, die Bandbreite an Themen ist groß“.