Applaus auf offener Szene für den MGV Liederkranz

Links die Sänger des Männerchors Cellensia, rechts in den roten Westen der MGV Liederkranz Fuhrberg, die den weit mehr als 100 Besuchern immer wieder Applaus entlockten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Volles Haus“ beim traditionellen Herbstkonzert

FUHRBERG (hhs). Einmal im Jahr bittet der Männergesangverein Liederkranz Fuhrberg zum Konzert in das Gemeindehaus der Ludwig-Harms-Kirchengemeinde in Fuhrberg. Der Eintritt ist frei, Spenden an den kleinen Gesangsverein werden aber nicht abgelehnt. In der Pause gibt es ein paar Getränke, vor und nach der Pause steht der Gesang im Mittelpunkt und dabei haben die Sänger um Chorleiter Naum Nusbaum wieder bewiesen, dass sie ihr „Kerngeschäft“ wirklich beherrschen. Applaus gab es zwischen den einzelnen Stücken immer wieder. Die Besucherinnen und Besucher waren sich in der Pause darüber weitgehend einig, dass sich dieser kleine Männerchor trotz zurückgehender Mitgliederzahlen insbesondere bei den aktiven Sängern sehr gut weiter entwickelt hat.
So ein Konzert beginnt immer mit dem deutschen Sängergruß aller Beteiligten, unter denen sich in diesem Jahr auch der Männerchor Cellensia befand. Für die Fuhrberger ist Celle eben „Nachbarschaft“ und man arbeitet häufig gemeinsam, so Claus Witte, Vorsitzender des MGV Liederkranz Fuhrberg. Auch dort in der großen Stadt litten die Männergesangvereine unter Schwund und Überalterung. Manchmal sei es eben so, dass man zu einem Auftritt nicht alle Stimmen besetzen könne, dann helfe man sich in Chorkreisen eben gegenseitig aus. Das Grußwort kam von Fuhrbergs Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer, der sich zunächst beim Chor bedankte, dass er bei vielen Gelegenheiten seinen Beitrag für die Dorfgemeinschaft leiste. „Und wir sind stolz darauf, dass wir Euch Sänger hier in Fuhrberg haben, Ihr steht für einen Teil unserer dörflichen Kultur“.
Dann legten sie los, die Fuhrberger Goldkehlchen. Zunächst gab es Bekanntes und Beliebtes zu hören, „Gern denk ich zurück“, „Schön ist die Jugend“ und „Überall auf der Welt“. Wofür es nach jedem Titel rauschenden Beifall gab, ganz auffällig und besonders stark nach „Über den Wolken“. Dann betraten die Celler Sänger die kleine Bühne begeisterten mit bekannten Stücken: „Der Lindenbaum“, „Ja wenn die Heide blüht“ und „Im schönsten Wiesengrunde“. Das können erfahrene Besucher von Chorkonzerten schon mitsingen, oder zumindest mitsummen. Das verbindet, hebt die Stimmung und lässt den Funken der Begeisterung schnell überspringen.
Nach der Pause machte zunächst Sabine Giesemann weiter mit Klarinette und Stepptanz, dann sangen die beiden Chöre gemeinsam. Am Ende gab es donnernden Applaus für die beiden Chöre und die Musikerinnen Sabine Giesemann und Katja Levtschenko am Klavier sowie den Chorleiter Naum Nusbaum.
Der Männergesangverein Liederkranz Fuhrberg verfüge nur noch über 15 aktive Sänger, erläuterte der Vorsitzende Claus Witte im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten die Situation. „Wir brauchen unbedingt noch weitere aktive Sänger“, sagte er und verwies darauf, dass der Männergesangverein im vergangenen Jahr zwei Verstorbene zu beklagen hatte. „Wer Freude hat, das Singen zu lernen, und die Geselligkeit liebt, ist in unserem Chor immer willkommen“, lud er Interessierte ein. „Wir treffen uns jeden Montag um 20.000 Uhr hier im evangelischen Gemeindehaus, schaut doch einfach mal vorbei!“