Andreas Seifert mit der Abt-Uhlhorn-Medaille ausgezeichnet

Dr. Christoph Künkel, rechts, Direktor des Diakonischen Werkes Hannover, nahm die Entpflichtung von Pastor Andreas Seifert vor. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Feierliche Entpflichtung des Vorstandes der Pestalozzi-Stiftung

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Freitag vergangener Woche fand im Amtshof die Verabschiedung des Vorstandes der Pestalozzi-Stiftung Pastor Andreas Seifert statt. Die Liste der geladenen Gäste war lang, die Veranstaltung begann mit einem Gottesdienst mit Superintendent Martin Bergau, die Predigt hielt Dr. Christoph Künkel, Direktor des Diakonischen Werkes der Hannoverschen Landeskirche, der zum Abschluss auch die Entpflichtung Seiferts von seinem Amt vollzog.
Schließlich erhielt Pastor i.R. Andreas Seifert die höchste Auszeichnung die die Hannoversche Landeskirche zu vergeben hat: Die Abt-Uhlhorn-Medaille. Diese Auszeichnung überreichte der Präsident der Präsident des Diakonischen Werkes Hannover, Christian Sundermann.
Sundermann erklärte, Seifert habe der Stiftung 26 Jahre lang vorgestanden und sie zukunftsfähig gemacht. Er habe als Berater in vielen Fachgremien gewirkt und sich dabei prägenden Einfluss erworben. Man könne Seifert als Sozialmanager bezeichnen. In den 26 Jahren seiner Vorstandstätigkeit habe er die Zahl der Mitarbeiter verdreifacht auf nun etwa 400 und die der betreuten Menschen vervierfacht auf 1139 Menschen. „Die betriebswirtschaftlichen Zahlen beweisen ihren Erfolg, Sie haben sich Vertrauen erarbeitet und Ressourcen geschaffen“, erklärte Sundermann.
Die Reihe der Grußworte begann mit Dr. Christine Hawighorst, Staatssekretärin im Kultusministerium. Der Pestalozzi-Stiftung gehe es seit ihrer Gründung um Teilhabe behinderter Menschen am Leben. „Es ist eine ganz besondere Arbeit, die Sie geleistet haben“, sagte die Staatssekretärin. „Sie sind immer nur Dinge angegangen, die Ihnen machbar erschienen. Es war ein langer Weg zum Erfolg. Wir sind stolz auf die Pestalozzi-Stiftung in Niedersachen“.
Regionspräsident Hauke Jagau dankte Seifert . „Sie haben Ihren Erfolg genutzt, um Gutes zu tun, dazu beigetragen, dass Menschen erkannt haben, was sie konnten. Das ist eine unglaubliche Leistung, auf die Sie stolz sein dürfen“. Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt ging auf die vielen Schnittstellen zwischen der Stiftung und der Stadt Burgwedel ein. Die Stadt sei auch Kunde der Pestalozzi-Stiftung. Seifert habe dieses gute Verhältnis geprägt und hinterlasse große Fußstapfen.
Sabine Meyer, die Mitarbeitervertreterin, hat Pastor Andreas Seifert während seiner 26 Jahre als Stiftungsvorstand begleitet. „Sie kommen dem Idealbild des Vorstandes schon ziemlich nahe“, sagte sie mit unterschwelligem Humor. Er habe immer ein großes Tempo vorgelegt, und sein Verhalten sei von Sachlichkeit geprägt gewesen. Offenheit und Verlässlichkeit seinen für Seifert selbstverständlich gewesen.
Andreas Seifert bedankte sich für die Würdigung seiner Arbeit. „Ich war manchmal ungeduldig und hart in meiner Kritik“, sagte er. „Aber in der Schöpfungsgeschichte steht schon: Und siehe da, es war alles sehr gut. Nicht gut sondern sehr gut. Dann kann man sich doch ein wenig Mühe geben“. Er sei sein Leben lang vom Segen Gottes überschüttet worden und zutiefst dankbar dafür. „Ich bin vor 26 Jahren zur Pestalozzi-Stiftung gegangen, weil ich etwas tun wollte, was nötig ist“.