Ameland – immer wieder Ameland

Noch eine schnelle Umarmung, dann ging es los in Richtung Inselurlaub. (Foto: Renate Tiffe)

55 Kinder und Jugendliche mit St. Paulus auf der Ferieninsel

GR0SSBURGWEDEL (ti). Seit 1992 lädt die katholische St. Paulus-Kirchengemeinde in jedem Jahr Kinder und Jugendliche zu einem Ferien-Aufenthalt auf der niederländischen Insel Ameland ein. Es ist längst nicht mehr nur der Nachwuchs aus der eigenen Gemeinde, der teilnimmt. Auch in benachbarten Kommunen hat sich das Angebot herumgesprochen, bei dem die Konfession keine Rolle spielt. Evangelische Kinder sind ebenso willkommen, wie muslimische. „Bei uns kommt jeder zu seinem Recht“, sagt Stefan Meyer, einer der drei Jugendleiter.
Dass dies wirklich so sein kann, dafür wird alles minutiös vorbereitet. Die jahrelangen Erfahrungen helfen dabei. Schon vor Weihnachten finden die ersten Treffen der Betreuer statt. Am Tag vor der Abreise werden die Koffer im Bus verstaut und die Leiter machen sich mit mehreren Jugendlichen auf die Reise, um auf der Insel alles zu richten. Drei Transporter und ein vollgefüllter Anhänger mit Proviant für 14 Tage, mit Spielen und mit Bastelmaterial gehen mit auf den Weg. „Wir sind für alles gerüstet, für gutes und für schlechtes Wetter“, bemerkt Meyer. Dass noch viele andere Erlebnisse auf die jungen Reisenden warten, versteht sich von selbst: Wattwanderungen und Treckerfahrten am Strand,  Kutterfahrten und eine Fahrt zu den Robbenbänken zum Beispiel.
Außer den drei Reiseleitern - Stefan Pätzold gehört dazu und Hubertus Schlüter, der extra vom Studium in Münster kommt – kümmern sich noch sechzehn junge Betreuerinnen und Betreuer um die Kinder. Einige von ihnen haben schon selbst als Kinder an den Ferienfreizeiten in Ameland teilgenommen. Dazu kommt wie in jedem Jahr die fünfköpfige Küchencrew, mit Ulrich Meyer als Chef. Alles immer frisch zu kochen ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. “Und jeden Morgen gibt es ein Müsli oder frisch geschnippelten Obstsalat“, ergänzt er.
Ohne Reisesegen ging die Fahrt nicht ab. Pfarrer Hubert Schultz, vorher schon anwesend bei der  Ankunft der Kinder und ihrer Eltern, auch Großeltern, lud in die Kirche ein, legte die Stola um und wurde damit amtlich. Für alles Neue offen zu sein wie eine Schale, riet er seinen jungen Zuhörern und betete mit ihnen darum, dass es schöne Ferien werden. Mit dem Segen Gottes entließ er die nun doch schon etwas aufgeregte Schar.
Und dann ging alles ganz schnell. Verabschiedung von den Angehörigen, Platz im Bus suchen, winken. Keine Zeit für Abschiedsschmerz. Um Punkt neun Uhr startete der Bus in Richtung Ferien. - Zurückblieben teils etwas nachdenkliche Eltern, die ihre zu Hause bleibenden Kinder etwas enger an sich zogen.