Ambulanter Hospizdienst feiert fünf Jahre Begleitung

Engagieren sich für den Hospizdienst (v.l.): Nicole Friederichsen, Ute Rodehorst, Robert Schoevaart und Erdmute Schodder. (Foto: Birgit Schröder)

Zum Jubiläumsfest sind Interessierte herzlich eingeladen

GROSSBURGWEDEL (bs). Fünf Jahre Begleitungen des Ambulanten Hospizdienstes Burgwedel-Isernhagen-Wedemark, das ist ein Grund zu feiern: Am Mittwoch, 20. Juni, um 18.00 Uhr lädt der Hospizdienst zur Jubiläumsfeier in den Amtshof ein. Neben Ansprachen der Gäste, einem musikalischen Beitrag von musikalisch Hochbegabten der Musikhochschule Hannover, gibt es auf Stellwänden auch eine Dokumentation der Arbeit der vergangenen fünf Jahre. Bei einem anschließenden kleinen Imbiss besteht Gelegenheit zu Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Viele Menschen in Burgwedel, Isernhagen und der Gemeinde Wedemark haben in den vergangenen Jahren die Hilfe des Ambulanten Hospizdienstes auf dem letzten und damit oft schwierigsten Abschnitt ihres Lebenswegs in Anspruch genommen. Rund 45 Begleiterinnen und Begleiter wurden ausgebildet, 30 davon im Alter von Ende 20 bis Ende 70 sind derzeit ehrenamtlich im Einsatz und die Anforderungen wachsen. „Es ist viel passiert“, so Koordinatorin Ute Rodehorst, die inzwischen von Nicole Friederichsen als zweite hauptamtliche Kraft unterstützt wird. Der Umzug von Kleinburgwedel nach Großburgwedel in das Haus der Diakonie, Im Mitteldorf, und auch die Einrichtung des Trauercafés, das sich inzwischen gut etabliert habe. „Wir sind bekannter geworden“, ergänzt Nicole Friederichsen. „und damit steigt auch die Nachfrage kontinuierlich“. Aus diesem Grund wird im April nächsten Jahres wieder ein Schulungskurs angeboten.
„Alle, die sich für unsere Arbeit interessieren, sind zur Jubiläumsfeier am Mittwoch herzlich eingeladen“, betont Ute Rodehorst. Es sei eine gute Gelegenheit, auch festzustellen, dass es bei der Arbeit im Ambulanten Hospizdienst nicht nur traurig zugehe. „Bei uns wird viel gelebt und viel gelacht“, berichtet Robert Schoevaart und „die Sterbezeit ist ein wichtiges Stück Lebenszeit“, fügt Erdmute Schodder ergänzend hinzu. Die vielen positiven Rückmeldungen der Schwerkranken und der Angehörigen sei eine Bestätigung und Ermutigung, Menschen in schwerer Zeit, Trost und Unterstützung zukommen zu lassen.
Finanziert wird diese Arbeit vom Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, der Stadt Burgwedel, den Krankenkassen und zu einem großen Teil durch Spenden. Sowohl privater Natur wie auch von der Steinlen-Stiftung, den Lions und den Rotariern. „Allen gilt unser ganz großer Dank“, so Ute Rodehorst, ohne diese Spenden könne der Hospizdienst auf Dauer nicht bestehen.