Am 1. Mai wurden die Fuhrberger von der Sirene geweckt

Die Fuhrberger Kameraden mussten mit dem Einsatzfahrzeug nur die L 310 überqueren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ortsfeuerwehr Fuhrberg musste nur auf die andere Straßenseite

FUHRBERG (hhs). Jede Ortswehr hat sich im Lauf der Jahre eine Sammlung kurioser Einsätze erarbeitet. Die Freiwillige Feuerwehr Fuhrberg kann ab Mittwochmorgen den Einsatz mit dem kürzesten Anfahrtsweg verweisen: Ortsbrandmeister Dirk Fleischfresser und seine Männer mussten samt Fahrzeug nur die Straße queren zur Autowerkstatt Witte. Dort qualmte es aus einer Abfalltonne. Eine Mitbürgerin, die ihren Hund schon am frühen Morgen gegen 7.00 Uhr Gassi führte, hatte den Brandgeruch an der Autowerkstatt bemerkt und den Alarm ausgelöst.
Die Fuhrberger wurden dann umgehend von den beiden Sirenen im Ort geweckt. Schnell trafen die Kameraden am Feuerwehrgerätehaus ein. Andreas Witte, der Inhaber der betroffenen Werkstatt, war auch schon dort. Immer wenn es Alarm in Fuhrberg gibt, öffnet er die Tore der Fahrzeughallen, damit die Feuerwehrkameraden möglichst schnell um Einsatzort kommen. Wie gesagt, an diesem Morgen hatten es die Fuhrberger nicht weit. Mit einem Einsatzfahrzeug fuhren sie an die qualmende Tonne heran, spritzten die Tonne mit Schaum ab und schon war der Einsatz beendet.
Über die Ursache dieses Schwelbrandes lassen sich nur Vermutungen anstellen: Die Tonne steht auf einem abgeschlossenen Teil des Geländes neben der Werkstatt im Freien. Andreas Witte sagte nach dem Einsatz, er habe keine Erklärung dafür. Er könne sich nur vorstellen, dass ein Passant am frühen Morgen ein Zigarette über das Tor geworfen habe und sich der Tonneninhalt auf diese Weise entzündet habe.
Immerhin, für die Fuhrberger Ortswehr war dieser Einsatz wohl derjenige mit dem kürzesten Anfahrtsweg der Geschichte.