Altwarmbüchen ist „grün und vielfältig“

Altwarmbüchen in Klein, Künstler Janusz Dymurski erklärt den Besucher sein Modell, dahinter Pastor Sebastian Müller.

Kartoffelmarkt der Christopherus-Kirchengemeinde erfreut sich zahlreicher Besucher

VON DANA NOLL

ALTWARMBÜCHEN. 38.500 Einzelteile verteilt auf 3 mal 2,5 Meter – das Modell „Altwarmbüchen“ war das Highlight auf dem alljährlichen Kartoffelmarkt der Christopherus-Kirchengemeinde. Künstler Janusz Dymurski hat 3 Jahre an dem Modell gearbeitet, dass den Ortsteil in Klein zeigt. Allein 18.300 kleine Bäume hat er in Handarbeit aus Styropor gebaut. „Es zeigt wie grün und vielfältig Altwarmbüchen ist. Der Modellbau ist schon seit meiner Kindheit eine Leidenschaft von mir“, erzählt der Künstler. 
Der Kartoffelmarkt findet bereits seit 1981 statt und seine Besucher halten ihm „Ob Regen oder Sonnenschein immer die Treue“, erzählt Pastor Sebastian Müller. Doch zugegeben, am vergangenen Samstag wurde es bedingt durch das wunderschöne Spätsommerwetter noch einmal richtig voll auf dem Kirchplatz. „Der Kartoffelmarkt ist immer ein Highlight für die Gemeinde“, berichtet er.
Nach dem Familiengottesdienst zum Erntedankfest, bei dem Pastor Sebastian Müller vom Kindergottesdienst-Team unterstützt wurde, vergnügten sich Groß und Klein bei zahlreichen Mitmachaktionen rund um die tolle Knolle. Tischkicker, Kinderschminken und Basteln sorgten für gute Laune bei den Jüngsten. Neu in diesem Jahr waren zwei Stände mit herbstlichen Dekorationen, die viel Selbstgemachtes und Selbstgenähtes anboten.
Für das leibliche Wohl war mit Kartoffelsuppe, Leckeres vom Grill, Kartoffelbrot und einer großen Kuchentafel bestens gesorgt.
Im kommenden Jahr wird der Kartoffelmarkt „in einer anderen Form stattfinden“, erzählt Sebastian Müller, „Eventuell kehren wir wieder zu unseren Wurzeln zurück und feiern alles etwas kleiner.“
Denn rund um die Kirche wird 2020 Baustelle sein. Die Planungen und Vorbereitungen für das große Bauprojekt sind in vollem Gange. Die 3.000 Quadratmeter große Freifläche nördlich der Kirche ist verkauft und im kommenden Frühsommer soll das Pfarrhaus abgerissen werden. Im Juli 2021 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein und „dann kann Einweihung gefeiert werden“, hofft Müller.
Der Bau des neuen Gemeindehauses wird über 1 Million Euro kosten. Der Löwenanteil wird mit dem Erlös aus dem Verkauf der Freifläche finanziert. Von Landeskirche und Kirchengemeinde hofft man auf weitere Zuschüsse.
„Der Kartoffelmarkt wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um Spendengelder zu sammeln für den Kirchturm. Auch das heutige Fest trägt zu unserem Bauprojekt teil, zum Beispiel mit dem Kuchenverkauf oder unserem Glücksrad", so Müller.