aha verteilt jetzt erste O-Tonnen in Burgwedel und Isernhagen

Symbolische O-Tonnenübergabe am Burgwedeler Rathaus: V.l. Uwe Grohs, bei aha zuständig für die Verteilung der neuen Tonne, aha-Verbandsgeschäftsführerin Kornelia Hülter und Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Neues Angebot spart lange Wege zu den Wertstoffhöfen

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Vor einigen Wochen hatte der Abfallentsorger der Region Hannover sein neues Projekt „O-Tonne“ zu gezielten Sammlung von Wertstoffen, die sonst meistens im Restabfall landen, vorgestellt. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Kommunen Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Burgwedel und Wedemark waren damals aufgefordert, ihr Interesse an einer dieser O-Tonnen zu bekunden. Inzwischen haben mehr als 9.000 Einwohner diesem Wunsch entsprochen. In dieser Woche wurden in Isernhagen und Burgwedel die ersten Tonnen an die Haushalte verteilt. In beiden Kommunen wurden die ersten dieser Tonnen in einem symbolischen Akt den Bürgermeistern in den Rathäusern übergeben.
Mit der Erweiterung des Pilotprojekts auf die Nordost-Kommunen der Region Hannover sehen sich die Abfallentsorger voll in der Kontinuität der bisher praktizierten ökologischen Abfallentsorgung: „Schon seit einiger Zeit beobachten wir, dass immer noch zu viele Wertstoffe in den Restabfallsäcken landen. Diese Wertstoffe dürfen nicht in den Wertstoffsack, das mag eine Ursache sein, die zweite sicherlich ist, dass meistens die Fahrt zum nächsten Wertstoffhof zu weit ist für einen defekten Fön zum Beispiel. Wir wollen mit dem Versuch beweisen, dass wir noch mehr aus unserem Restabfall herausholen können. Gleichzeit erhält der Kunde ein weiteres tolles Angebot, Wertstoffe einfach und komfortabel getrennt zu Hause zu erfassen“, hatte Kornelia Hülter , Verbandsgeschäftsführerin von aha bei der Vorstellung des Projektes vor einigen Wochen dessen Notwendigkeit auf den Punkt gebracht.
Alle Ortsteile der Gemeinde Isernhagen werden ab Mitte kommender Woche mit den O-Tonnen versorgt sein. aha führt das ebenso durch wie vor zwei Jahren mit der Papiertonne, Burgwedel etwas später. Wer die O-Tonne bestellt hat, bekommt sie an den Straßenrand geliefert. Wichtig dabei der Anhänger, auf dem die Leerungstermine vermerkt sind für den Rest des Jahres. (Die erste Leerung erfolgt etwa vier Wochen nach der Bereitstellung der Tonne, danach im vierwöchentlichem Rhythmus mit der Abholung des Hausmülls).
Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt sah in der O-Tonne ein sinnvolles Mittel, die zum Teil langen Wege zu den Wertstoffsammelplätzen oder den Deponien einzusparen. Das spare Geld und sei gut für die Umwelt, sagte er.. „Außerdem verringert die O-Tonne die Restmüllmenge“, fügte er bei. Er halte diese Tonne für ein praktisches zusätzliches Angebot für die Bürgerinnen und Bürger, das sehr hohen Gebrauchswert habe. In die Tonne gehören Metalle, Textilien, Elektrokleingeräte und einiges mehr. Er halte es auch für sinnvoll, dass die Bürger ihre O-Tonne auch zum Sammeln der gelben Wertstoffsäcke nutzen können.
Kornelia Hülter wies bei der Übergabe der O-Tonne noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Tonne auch zur Sammlung von Textilien und Kleidung gedacht sei. Diese Textilien sollen allerdings weiter verwertet werden, und deswegen sei es notwendig, sie in einem festen Kunststoffsack in den Tonnen zu platzieren, damit die Stoffe nicht verunreinigt werden. Außerdem bat sie die O-Tonnennutzer, die Tonne nur voll zur Abfuhr bereit zu stellen. Nur so mache dieses zusätzliche Angebot Sinn und aha könne kostendeckend arbeiten. Wer die O-Tonne noch nicht bestellt hat, aber sie noch haben möchte, kann sie über seinen Hausbesitzer nun noch bei aha nachordern.