„Achtung Auto“: Sicherheitstraining des ADAC für Realschüler

Detlef Gigga hat die Haltepunkte der jungen Läufer mit Hütchen gekennzeichnet und analysiert im gemeinsamen Gespräch die Ursachen für den Anhalteweg. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Bremsweg plus Reaktionsweg ist Anhalteweg“

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Achtung Auto“ lautet der Name eines Trainingsprogramms des ADAC insbesondere für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5. Die Unfallzahlen beweisen, diese Altersstufe gilt als besonders gefährdet. „Achtung Auto“ ist genau auf diese Risikogruppe zugeschnitten und soll kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr verdeutlichen, die Kinder in die Lage versetzen, Unfallgefahren zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln im Straßenverkehr richtig zu reagieren. Gestern Vormittag machte Detlef Gigga, Fahrschullehrer, im Auftrag des ADAC an der Realschule Großburgwedel Halt und trainierte die fünften Klassen.
Learning by Doing war das Erfolksmodell dieses Morgens, die Kinder mussten nach einer kurzen Einführung eine etwa 20 Meter lange Strecke schnell laufen, dann an einem Strich versuchen, aus dem vollen Lauf zum Stehen zu kommen. Jeder Erwachsene weiß, das gelingt nur, wenn man schummelt, was Detlef Gigga aber nicht zuließ. Der Punkt, an dem jeder zum Stehen kam, wurde am Rand mit einem Hütchen gekennzeichnet. Als alle die Übung hinter sich hatten, wurde das Ergebnis im kurzen Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern analysiert: Sie hatten den Bremsweg ermittelt auf diese Weise. Die nächste Übung ähnelte der ersten, nur dass Gigga mit einer Flagge das Signal zum Stoppen gab. Auch hier kamen die Hütchen zum Einsatz. Im anschließenden Gespräch erkannten die Kinder, dass die signalroten Zeichen viel weiter auseinander standen. Schnell waren die Ursachen dafür ermittelt: „Der Bremsweg plus Reaktionsweg ist der Anhalteweg“, brachte es ein Schüler auf den Punkt.
Anschließend ging es um weitere Faktoren, die den Anhalteweg eines Fahrzeuges mit beeinflussen, Straßenbelag, Verschmutzungen der Fahrbahn und alle Beeinflussungen durch winterliche Witterung. Die Schülerinnen und Schüler waren voll bei der Sache, insbesondere als es in das Fahrzeug ging, wo sie als Mitfahrer des ADAC bei einer Vollbremsung aus Tempo 30 die lebensrettende Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung kennenlernten. Diese Demonstration war allgemein überzeugend.
Die Aktion „Achtung Auto“ wird bundesweit vom ADAC angeboten und ist für die Schulen kostenfrei. Jährlich werden etwa 100.000 Kinder so auf den Straßenverkehr vorbereitet und lernen so unter fachkundiger Anleitung, den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einzuschätzen.