Abschied von Klaus Krüger

Die Bläsergruppe „Die Freien vor dem Walde“ gab Klaus Krüger das letzte Geleit.

Über 100 Menschen begleiteten seinen letzten Weg

Großburgwedel (bs). „Das hätte Klaus gefallen“, sagte Hansgeorg Böttcher, Sprecher der Bläsergruppe „Die Freien vor dem Walde“, mit einem traurigen Lächeln zum Abschluss der Trauerfeier.

Klaus Krüger, bekannt als Blumen-Klaus, der am 30. Dezember verstorben war, fand am Freitag vergangener Woche auf dem kirchlichen Friedhof in Großburgwedel seine letzte Ruhestätte. Weit über 100 Menschen begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Bereits am Eingang der Kapelle bezeugte das von den Bläsern intonierte Introitus aus der Hubertusmesse einen der wichtigsten Lebensmittelpunkte Klaus Krügers: seine Leidenschaft für die Jagd, das Jagdhornblasen und das Hundewesen.

Bereits im Jahr 1970 begann Klaus Krüger aktiv mit dem Jagdhornblasen und stieß 1972 zu den Parforcehornbläsern in Burgdorf. „Er war immer ein ganz Aktiver und nahm auch noch an unseren Treffen teil, als er aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen nicht mehr selbst blasen konnte“, berichtete Hansgeorg Böttcher.

Darüber hinaus schlug sein Herz für die Floristik und für die Kunst, wie Pastorin Bodil Reller berichtete. Blumen-Klaus, der bis zu seiner Rente das heutige Blumengeschäft Rieger in der Von-Alten-Straße in Großburgwedel führte, gehörte seit vielen Jahren zum Stadtbild. Tag ein Tag aus traf man ihn auf seinem Rollator sitzend an seinem angestammten Platz an der Ecke zum Durchgang zu Penny in der Von-Alten-Straße.

„Er war mittendrin. Mittendrin in der Von-Alten-Straße und gehörte dazu“, beschrieb Pastorin Reller die Lücke, die nun bleiben wird. Dieses Thema griff auch die Sängerin Eva Scharpenberg mit dem das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ zum Abschluss der Trauerfeier auf.

Mit dem Lieblingsstück von Blumen-Klaus „Im Wald“ aus der Oper Preziosa von Carl-Maria von Weber gab die Bläsergruppe „Die Freien vor dem Walde“ ihrem langjährigen Weggefährten das musikalische Geleit zur letzten Ruhestätte.