Absatzkurve im 2. Halbjahr

Verluste bei Motorrädern und Motorrollern

Großburgwedel (r/bs). Nach einem guten Start rutschte die Absatzkurve in den Keller: Der Markt für Motorräder und -roller in Niedersachen hat im vergangenen Jahr Verluste verbuchen müssen. 72.837 Verkäufe von neuen und gebrauchten Krafträdern und -rollern sind ein Minus von vier Prozent.
Vor allem neue Krafträder büßten ein: 17.216 (Vorjahr: 18.688) Neuzulassungen weise die KBA-Bilanz 2021 für Niedersachsen aus. Dies sei ein Minus von 7,9 Prozent. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, auch der Zweirad-Markt sei durch die Halbleiterkrise „spürbar eingebremst“ worden.
Bley verwies darauf, dass es in der Produktion im Jahresverlauf durch den Chipmangel spürbare Verzögerungen gegeben habe. Es habe an Elektronikbauteilen gefehlt. „Unsere Zweirad-Händler hätten mehr verkaufen können,“ sagte er mit dem Hinweis auf ein schwächeres zweites Halbjahr 2021. In den ersten sechs Monaten seien 9.549 Krafträder und -roller erstmals zugelassen worden. Im zweiten Halbjahr seien es noch 7.667 gewesen. Dies seien Quoten von 55,5 und 44,5 Prozent im Jahresergebnis.
Der vielversprechende Trend des ersten Halbjahres mit einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber „dem guten Jahr 2020“ habe sich nicht fortgesetzt. Ab August 2021 habe auch für den Markt der Zweiräder, vergleichbar mit dem Pkw-Mark, die Talfahrt begonnen. Die Absatzkurve sei in den Keller gerutscht mit dem Ergebnis einer negativen Jahresbilanz. Bis Jahresende 2021 seien die Zahlen in der zweiten Jahreshälfte hinter dem Vorjahr zurückgeblieben.