Ab sofort „Fuß vom Gas“ in der Ortschaft Fuhrberg

Am Dienstag wurde die erste Blitzanlage in Fuhrberg installiert und noch am gleichen Tag in Betrieb genommen. (Foto: Birgit Schröder)

Zwei hochmoderne Blitzanlagen an der Landesstraße installiert

FUHRBERG (bs). Ab sofort heißt es „Fuß vom Gas“ in der Ortschaft Fuhrberg: Am Dienstag ist an der L310 ein hochmodernes Geschwindigkeitsmessgerät in der Ortschaft installiert worden. Bereits in der Nacht auf Mittwoch wurden die ersten Schnellfahrer aus Richtung Celle kommend geblitzt. Am heutigen Mittwoch folgt die Installation der zweiten Anlage für die aus Mellendorf kommenden Fahrzeuge.

Um die nächtliche Lärmbelästigung der Anlieger der vielbefahrenen Landesstraße zu verringern, war bereits Anfang vergangenen Jahres ein Geschwindigkeitslimit von 30 km/h in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr eingeführt worden, das jedoch von vielen LKW- und Autofahrern nicht eingehalten wird. Mit Hilfe der neuen Blitzanlagen soll sich das nun ändern.
„Es geht nicht darum, die Autofahrer abzukassieren“, erklärte Andrea Stroker, Leiterin des Burgwedeler Ordnungsamtes. Die Maßnahme sei in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, der Region Hannover und dem Land Niedersachsen erfolgt. Und um es klar zu stellen: Die beiden Anlagen kontrollieren die Geschwindigkeit nicht nur während der Nacht von 22.00 bis 6.00 Uhr auf 30 Stundenkilometer, von 6.00 bis 22.00 Uhr registrieren sie auch alle Verstöße gegen die in diesem Zeitraum erlaubten 50 km/h.
Grund für diese Maßnahme ist in erster Linie die Reduzierung des Lärmpegels in der Ortschaft, insbesondere in den Nachtstunden. Daher stehen die neuen Blitzgeräte auch nicht dort, wo vermutlich am meisten „kassiert“ werden kann, sondern an jenen Stellen, an denen, nach ausführlichen Messungen, die Lärmbelästigung besonders hoch ist und die Straßenführung eine Radaranlage zulässt. Darüber hinaus sollen jeweils an den Ortseingängen Warnschilder errichtet werden, die auf die Geschwindigkeitsmessanlagen hinweisen, so zumindest die Planung der Stadt Burgwedel. Das Land Niedersachsen sieht diesbezüglich allerdings keinen Bedarf, schließlich solle hier kein Schilderwald entstehen, hieß es.
Die Messgeräte befinden sich aus Richtung Celle auf der Celler Straße schräg gegenüber der Einmündung „Fuhrhorstweg“ und aus Richtung Mellendorf in Höhe Memeler Straße. Hochmoderne Technik macht es möglich, dass aus bzw. in Richtung Mellendorf auch beidseitig geblitzt werden kann. Die Daten gehen digital direkt zur Region Hannover, die die Bußgeldbescheide bearbeiten wird. Rund 170.000 Euro hat die Stadt Burgwedel in diese Maßnahme investiert.
Die Fuhrberger hoffen nun nicht nur auf etwas ruhigere Nachtstunden, sondern auch auf mehr Verkehrssicherheit speziell an der Schulweg-Ampel Schrieberwisch/Mellendorfer Straße. Nach Auskunft des freiwilligen Lotsendienstes kommt es immer wieder vor, dass Fahrzeuge das Rotlicht der Ampel missachten. Vielleicht sorgt die neue Radaranlage nun für eine erhöhte Aufmerksamkeit der Kraftfahrzeugfahrer in diesem besonders für Schulkinder gefährlichen Straßenabschnitt.