80 Hobbykünstler und Profis bei den Kunsttagen Burgwedel

Für jeden Geschmack etwas verspricht der Kunsthandwerkermarkt am Wochenende im Schulzentrum Burgwedel.

Großer Kunsthandwerkermarkt am Wochenende im Schulzentrum

BURGWEDEL (r/bs). Am 18. und 19. Oktober wird das Schulzentrum Burgwedel zum Herbstmarkt für Kunst und Kunsthandwerk und das schon zum elften Mal. Die Ausstellung ist Samstag von 13.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro, Kinder bis 12 Jahren sind frei.
Mehr als 80 Hobbykünstler und Profis von Berlin bis Böhlen zeigen hier erlesenes Kunsthandwerk und künstlerische Objekte aus den unterschiedlichsten Materialien fernab der Massenware. Erstmalig präsentiert sich die Seifensiederin Stephanie Rebhan-Brüne bei den Kunsttagen in Burgwedel.
Für die Niedensteinerin hat sich die kreative Beschäftigung in eine Mission gewandelt, mit der sie einen Unterschied zu handelsüblichen Duschprodukten aufzeigen möchte. Für die Herstellung benutzt sie rein pflanzliche Öle aus kontrolliertem biologischem Anbau.
Ein ganz besonderes Hobby hat die "Knopf-Künstlerin" Uta Heine aus Hannover. Die gelernte Schaufenstergestalterin kreiert mithilfe von Knöpfen dreidimensionale Bilder, die in Kombination mit alten Bilderrahmen einen unverwechselbaren Nostalgiecharakter erhalten. Für ihre ausgefallenen Collagen näht die Künstlerin jeden Knopf einzeln, verziert ihn mit Perlen und arrangiert ihn zum Beispiel mit einem alten Schöpflöffel zu einer stimmigen Komposition.
Aufwendig sind auch die Keramik Feldbrandarbeiten von Irmel Watermeyer aus Barienrode, die teilweise bis zu 2 Meter hoch sind. Sie verwendet eine Technik bei der die selbst modellierten Objekte noch im harten lederhaften Zustand poliert, anschließend getrocknet und bei 1000 °C gebrannt werden.
Die gebrannten Objekte werden dann mit Stahlwolle umwickelt und in Kupfersulfat getränkt. So vorbereitet kommen die Werke in ein mit Holz und Späne bestücktes Metallfass. Hier wird ein Feuer entzündet, das bis zu 24 Stunden brennt. Die Keramik-Objekte werden dann nach dem Brennen gewaschen und mit Wachs poliert.
Objekte umwidmen und zu echten Designer-Stücken aufwerten, geht das? Es geht! Die Schmuck-Designerin Veronika Schwarz aus Hannover zeigt bei den Kunsttagen, wie aus Nespresso-Kapseln unverwechselbare Unikate entstehen. Von Schmuck, Taschen oder Schachteln kombiniert sie die ausgedienten Kapseln zu faszinierenden Einzelstücken, denen man ihr „erstes Leben“ als Gebrauchsobjekte nicht mehr glauben mag.
Den Trend zum Recyceln zeigen auch weitere Künstler wie Petra Jänich aus Landesbergen, die alte Jeanshosen zu Taschen, Röcke oder Jacken umdesignt oder von Angelika Müller aus Salzgitter, die aus altem Besteck Anhänger, Ringe oder Broschen entstehen lässt.
Das weitere Spektrum ist sehr vielfältig und reicht von Keramikarbeiten, Gestecken, Holzspielzeug und Schwibbögen, Aquarellbildern, Quiltarbeiten, Nassfilzobjekten, Waldorfpuppen, Grußkarten, Schmuckunikaten aus Gold, Silber, Fossilien bis hin zu zeitlosen Skulpturen für den Innen- und Außenbereich.
Viele Künstler zeigen direkt am Stand die Entstehung ihrer Kunstobjekte, auf welche die Besucher individuell Einfluss nehmen können. So fertigen verschiedene Drechsler vor Ort aus unterschiedlichen Hölzern Kugelschreiber, Kinderspielzeuge, kleine Kreisel und Pilze sowie viele Gebrauchsgegenstände gleich zum Mitnehmen.
Zum Ausruhen lädt mit kleinen Speisen und Getränken das Künstlercafé ein. Zur Auswahl stehen mehr als 30 verschiedene Kuchen, die von den Ausstellern selbst gebacken wurden.