76 Grundschulkinder lernten zum Schuljahrsabschluss im Wald

Zünftige Begrüßung der kleinen und großen Gäste im Wald: Die Kinder der ersten Klassen der Grundschule Großburgwedel, ihre Mütter und Lehrerinnen wurden von Jagdhornbläsern mit dem Signal „Begrüßung“ empfangen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Spannender Waldtag für Erstlässler der Grundschule Großburgwedel

FUHRBERG (hhs). Wenn in den letzten Tagen eines Schuljahrs alle Zeugnisse geschrieben sind, die Gedanken an Ferien immer mehr Raum einnehmen, dann wollen die Schulstunden insbesondere am vorletzten Schultag kein Ende nehmen. Um dieser Qual zu entgehen, hatten sich die Lehrerinnen der drei ersten Klassen der Grundschule Großburgwedel etwas Besonderes ausgedacht: Ein Waldtag stand auf dem Stundenplan, gewissermaßen nach dem Motto: „Der Wald hilft immer“.
Die Lehrerinnen hatten viele Mütter motiviert mitzumachen und zu helfen. Carolin Heuer, Lehrerin an der Grundschule hatte den Waldtag organisiert. Er fand im väterlichen Revier in Fuhrberg auf einer idyllischen Waldwiese statt. Die Lehrerin konnte auch auf die tatkräftige Unterstützung einiger Mitglieder des Hegerings Burgwedel zurückgreifen. Morgens um 9.00 Uhr trafen sich alle großen und kleinen Teilnehmer direkt vor Ort, und sie wurden stilecht begrüßt von echtem Hörnerklang, die Jäger brachten das Jagdsignal „Begrüßung“ zu Gehör, und dann ging alles sehr schnell.
An die Kinder wurden Zettel mit Symbolen verteilt, mit Tieren darauf, Wildschwein, Specht, Eule, Kaninchen und Dachs, aber auch Zapfen, Blumen und vielem mehr. Die Teilnehmer mit den gleichen Symbolen bildeten jeweils eine Gruppe, die bis zum Ende der Veranstaltung zusammenbleiben sollte. Schnell hatten sich alle zu den Stationen begeben, und die Arbeit begann. Eine Gruppe begann auf der Waldwiese mit der Suche nach blühenden Pflanzen, eine andere lernte am Waldrand, wie man korrekt und sicher einen kleinen Hochsitz besteigt und von dort aus mit dem Fernglas beobachtet, eine andere suchte nach Fichten- und Kiefernzapfen, um daraus anschließend furchterregende Monster zu basteln.
Auf besonderes Interesse stießen die vierbeinigen Jagdhelfer der Jäger, die Hunde. Es war erstaunlich, was die Schülerinnen und Schüler alles über Hunde im Allgemeinen wussten. Und viele haben auch zu Hause Hunde, erklärten sie auf Nachfrage. Und die meisten wussten auch zu sagen, woran sie erkennen, dass ein Hund schlechte oder gute Laune hat: „Wenn der mit dem Schwanz wackelt“, lautete die prompte Antwort. Wer wollte, durfte eine kleine Runde auf der Wiese mit den angeleinten Hunden laufen, oder sie streicheln. Den Hunden gefiel das ausnehmend gut, soviel Aufmerksamkeit gerade von kleinen Menschen können sie schließlich nicht jeden Tag genießen.
Ab und an mussten die Gruppen die Station wechseln und sich dort anderen Themen widmen. Nun weiß jeder, dass Bewegung und Herumtollen in der Natur und bei frischer Luft für ordentlich Durst und Hunger sorgen. Aber auch dafür war gesorgt. Frische Heidelbeeren und Erdbeeren vom Hof Heuer gab es für alle und die entsprechenden Milchprodukte von Hemme Milch. Alles in allem in jeder Beziehung ein gesunder Vormittag für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.