40 Jahre im Dienst von St.-Petri

Kreiskantor Christian Conradi feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Dienstjubiläum und Pfarramtssekretärin Marlies Scharbau geht nach 29 Jahren im Gemeindebüro in den Ruhestand. (Foto: Kirchengemeinde St.-Petri)

Jubiläum von Kreiskantor Christian Conradi und Verabschiedung der Pfarramtssekretärin Marlies Scharbau

Großburgwedel (r/bs). Am kommenden Samstag, 31. Oktober, dem Reformationstag bestimmen verschiedene Anlässe einen bunten Reformationsgottesdienst: das 40-jährige Dienstjubiläum von Kantor Christian Conradi, Verabschiedung der Pfarramtssekretärin Marlies Scharbau nach 29 Jahren im Gemeindebüro in den Ruhestand, und Begrüßung der beiden derzeitigen Pfarramtssekretärinnen Sina Eicholz und Stefanie Brunkhorst.
Kreiskantor Christian Conradi feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Schon als Jugendlicher war sein Ziel, eine Laufbahn als Musiker einzuschlagen. Er bekam Querflöten-, Orgel- und Klavierunterricht, legte im Alter von 15 Jahren seine kirchenmusikalische D-Prüfung als Organist und Chorleiter ab und begann im Sommer des Jahres 1980 seine berufliche Laufbahn auf einer nebenamtlichen Stelle im Mainzer Raum als Flötenkreisleiter und Organist.
Auch während seiner Studienjahre, die ihn nach Köln, Frankfurt/M. und Heidelberg führten, hatte er immer Musikschullehrer-und Kirchenmusikerstellen inne, um sein Studium zu finanzieren. 1987 legte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main das Staatsexamen als Organist und Chorleiter (A-Kirchenmusikprüfung) ab.
1990 führte ihn sein Weg nach Großburgwedel. Er bewarb sich auf die vakante Kreiskantorenstelle des damaligen Kirchenkreises Burgwedel. Seitdem prägte Christian Conradi das kirchenmusikalische Leben der St.Petri-Kirchengemeinde und des Kirchenkreises. Er initiierte den Bau bzw. die Anschaffung hervorragender Instrumente und betreute als Orgelrevisor der Ev.-luth.Landeskirche Hannovers die Orgeln im Kirchenkreis und darüber hinaus in verschiedenen Sachverständigenausschüssen der Landeskirche.
Auch der Bau der Collon-Orgel in St. Petri geht auf seine Initiative zurück. Über 300 kirchenmusikalische Aufführungen fanden unter seiner Ägide in St. Petri statt. Die Gemeinde profitierte dabei von seiner guten Vernetzung in die Alte-Musik-Szene, so dass viele international erfolgreiche Ensembles alleine oder zusammen mit der St.-Petri Kantorei in dem schönen Kirchenraum musizierten. Dieser 1995 restaurierte, spätmittelalterliche Raum gab letztlich auch den Ausschlag für die Schwerpunktbildung der Kirchenmusik auf der Alten Musik.
Dass die Corona-Pandemie dieses Jubiläum so klanglos vorübergehen lässt, ist zu bedauern aber im Gottesdienst am Reformationstag, dem 31. Oktober 2020, um 18.00 Uhr, wird trotzdem musiziert. Kristina Filthaut, Blockflöte und Christian Conradi, Orgel werden den Gottesdienst musikalisch gestalten.
Aber die Gemeinde kommt noch aus einem weiteren Anlass zusammen: Denn endlich soll auch Marlies Scharbau offiziell verabschiedet werden. 29 Jahre war sie Pfarramtssekretärin St. Petri und war zum 1.4.2020 in den Ruhestand gegangen. Wegen des Lockdowns war die Verabschiedung verschoben worden.
Sie hat mit viel Engagement und Herzblut das Büro geleitet, hatte ein offenes Ohr für die unterschiedlichsten Belange von Taufeltern oder ehrenamtlichen Mitarbeitern oder den Pastoren. Zuletzt hatte Marlies Scharbau ihre Arbeitszeit um einen Tag reduziert, so dass Stefanie Brunkhorst, die schon Pfarramtssekretärin in den Kirchengemeinden in Wettmar und Fuhrberg ist, auch in St. Petri eingestiegen ist.
Ab dem 1.3. 20 ist Sina Eichholz nun gemeinsam mit Stefanie Brunkhorst Sekretärin in der Gemeinde. Beide werden auch in diesem Gottesdienst offiziell begrüßt, denn die Kirchengemeinde freut sich, dass beide für die Arbeit in der Gemeinde gewonnen werden konnten.
Für den Gottesdienst gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Das bedeutet, dass die Anzahl der Sitzplätze in der Kirche begrenzt und keine freie Platzwahl möglich ist. Aber damit die daran teilnehmen können, die möchten, hat der Kirchenvorstand beschlossen, den Gottesdienst nach draußen zu übertragen. Hier werden Stühle bereitgehalten. Der Empfang am Lutherstein im Anschluss an den Gottesdienst muss aufgrund der aktuellen Coronasituation entfallen.