40 Jahre Dienst für den Wald

Bezirksförster Christian Oehlschläger (rechts) mit seinem Nachfolger Dirk Sieverling (links).

Bezirksförster Christian Oehlschläger geht in den Ruhestand

Burgwedel (bs). Nach über 40 Jahren im Dienst für den Wald geht Bezirksförster Christian Oehlschläger zum 31. August 2020 in den Ruhestand.
Seit Juli 1993 leitet der Forstamtmann die Bezirksförsterei Burgwedel, die eine Betreuungsfläche von rund 4500 Hektar Privatwald in Burgwedel und Isernhagen umfasst. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Kiefernbestände, deren Durchschnittsgröße bei rund zwölf Hektar liegt.
Zu den Aufgaben Oehlschlägers zählen Beratung und Betreuung der Waldflächen von der Pflanzung über die Pflegemaßnahmen, den Forstschutz bis hin zur Holzernte. Im Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld steht darüber hinaus der Umbau der Kiefernwälder in Mischwälder mit hohem Laubholzanteil im Mittelpunkt.
Weitere Tätigkeitsbereiche sind Förderangelegenheiten, forstliche Nebennutzungen wie Brennholz und Heidelbeerkraut sowie die Arbeit als Waldbrandbeauftragter. „Also alle Hände voll zu tun rund um den Wald“, schmunzelt Christian Oehlschläger, für den sein Beruf eher eine Berufung ist. „Bis zu meinem letzten Arbeitstag muss ich Schadholz schlagen“, erläutert der Forstamtmann, der mit großer Sorge auf die hiesigen Waldbestände blickt. Die vergangenen drei Jahre seien einfach zu trocken gewesen und auch in diesem Jahr habe es noch nicht genug geregnet, so der Bezirksförster.
Eine weitere Herzensangelegenheit sind seine Kurzgeschichten und Kriminalromane. Vielen ist Christian Oehlschläger in erster Linie als der „Krimiförster“ bekannt. Ein neuer Krimi – der siebte in der bekannten Reihe mit dem Ermittler-Duo Robert Mendelski und Maike Schnur - ist bereits in Arbeit. Die Ideen für die spannenden Geschichten mit jede Menge Lokalkolorit sind ihm bei seinen vielfältigen Aufgaben im Wald gekommen: von Leichenfunden bis hin zu Verstecken von Diebesgut.
Und wer sein Leben dem Wald widmet, kann natürlich auch nicht ganz ohne. So wird Christian Oehlschläger sich trotz Ruhestand weiter um einen Gemeinschaftsforst der Gemeinde Isernhagen sowie um einen Eigenjagdbezirk in Kirchhorst-Stadtgut-Stelle kümmern.
Sein Nachfolger Dirk Sieverling tritt die Stelle als Bezirksförster zum 1. Oktober an. Der Forstamtmann leitete von 1996 bis 2001 die Bezirksförsterei Hameln-Süd, die letzten Jahre war er als Sachbearbeiter in der forstlichen Förderung in Hannover tätig. „Ich freue mich riesig, diese neue Aufgabe zu übernehmen“, so Sieverling.