„3 Hours of Peace and Music“ in der Isernhagenhofscheune

Der Spaß kam auf der Bühne ebenfalls nicht zu kurz. (Foto: Sina Balkau)

Freiwillige der Musikschule organisierte Woodstock-Revival-Konzert

ISERNHAGEN F.B. (sib). In der Scheune des Isernhagenhofes lebte am vergangenen Freitagabend die wilde Hippiezeit wieder auf: Auf dem Woodstock-Revival-Konzert – ein Projekt der aktuellen FSJ-Kraft der Musikschule Silva Gross – bekamen die Besucher die beliebtesten Songs des weltbekannten Musikspektakels zu hören. Fünf Bands spielten an diesem Abend, drei davon waren extra für den Event gegründet worden.
„Ich bin mit dem Hippie-Feeling groß geworden“, erklärte Silva Gross, wie sie auf die Idee kam, ein Konzert nach dem Vorbild des Woodstockfestivals 1969 zu organisieren. Sowohl die Lehrkräfte der Musikschule Isernhagen & Burgwedel, an der die 22-Jährige seit September des vergangenen Jahres ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur absolviert, als auch die Schüler waren sofort Feuer und Flamme: Die Songs von Musiklegenden wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Santana und The Who einzustudieren und einem Publikum zu präsentieren, war genau nach ihrem Geschmack.
Dementsprechend gute Stimmung herrschte am Freitagabend auf der Bühne. Alle Musiker hatten sich passend zum Motto in Schale geworfen: Sonnenbrillen, Stirnbänder, Batik-T-Shirts und Peacezeichen durften bei der kleinen Neuauflage des Woodstockfestivals, das als Höhepunkt der US-amerikanischen Hippiebewegung gilt, natürlich nicht fehlen. Auch Antenne-Radiomann Stefan Flüeck, der die Moderation des Abends übernommen hatte, stand stilecht mit schwarzer Afro-Perücke auf der Bühne.
Aber nicht nur, was das Outfit betraf, gaben die Bands alles: Jack Wrack, Early Bird, Stoned Again, Alex & the West, Teachers in concert sowie Solokünstlerin Madeleine Marcheel rockten die Scheune wie echte Rockstars und hatten dabei sichtlich Spaß. Schnell sprang die gute Stimmung auf die etwa 150 Zuhörer über, von denen einige ebenfalls im Hippie-Look erschienen waren. Sie genossen die gelöste Atmosphäre, die leckeren Würstchen vom Grill und nicht zuletzt die super Musik. Denn Musikschüler und -lehrer beherrschten ihre Instrumente, kein Zweifel: Harte Gitarrenriffs, tolle Stimmen, wilde Schlagzeugeinlagen – was will ein Musikliebhaber mehr?
Silva Gross hätte jedenfalls nicht glücklicher sein können: „Ich habe zum ersten Mal solch eine Veranstaltung organisiert und das war ganz schön anstrengend. Jetzt bin ich total stolz und froh, dass es so ein Erfolg geworden ist.“