3. Ausbildungsmesse „Startklar“ im September

Jürgen Hansen (stehend) vom Team Beschäftigungsförderung der Region Hannover berät das Organisationsteam und die Ausbildungsbetriebe in Fragen zur Messe „Startklar“, die im September zum 3. Mal in der Agora der Oberschule stattfinden wird. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Mitmachaktionen geplant - weitere Burgwedeler Ausbildungsbetriebe können noch teilnehmen

GROSSBURGWEDEL (bgp). Das Organisationsteam der Burgwedeler Ausbildungsmesse traf sich am Freitagmorgen mit Vertretern der örtlichen Betriebe, die sich im September bei der Veranstaltung „Startklar“ vorstellen werden. Die „Mitmachmesse“ in der Agora der Oberschule richtet sich an Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der Oberschule und des 11. Jahrgangs am Gymnasium Großburgwedel.
Begleitet wurde das Treffen von Jürgen Hansen, Ansprechpartner für Ausbildungs- und Praktikumsplätze bei der Region Hannover. In einem regen Austausch erfuhr dieser, wo der „Schuh drückt“. Fast alle Betriebe eint die dringende Suche nach jungen Menschen, die eine Ausbildung in Handwerk, Verwaltung, Gewerbe oder im kaufmännischen Bereich machen möchten.
Einige Betriebe bekommen durchaus Bewerbungen, häufig sogar von jungen Menschen aus strukturschwachen Gegenden, die 100 Kilometer und weiter entfernt sind. Das offenbare jedoch schon ein Problem, so Andreas Winkler von der Werbeagentur Winkler & Stenzel, die sich in besseren Zeiten „vor Auszubildenden nicht retten konnte“. Burgwedel habe zwar viel zu bieten, doch „hier fehlt der bezahlbare Wohnraum für junge Menschen und eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Gewerbegebiet und Bahnhof Großburgwedel“, sagt Winkler.
Das bestätigt auch Lars Olthoff von Olthoff Freight Solutions, der händeringend Auszubildende für den Beruf „Kauffrau/Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen“ sucht, da er noch niemanden für den Beginn des jetzigen Ausbildungsjahres zum 1. August gefunden hat. „Wir hätten auch gerne junge Menschen, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben“, so Olthoff, dessen Kleinburgwedeler Frachtunternehmen europaweit Transporte übernimmt und Talente mit verschiedenen Sprachkenntnissen benötigt.
Die städtische Wirtschaftsförderin Anja Hansch und die Kolleginnen vom Organisationsteam der Ausbildungsmesse haben ein offenes Ohr für die Probleme. Auch Frisörbetriebe beklagten den großen Mangel an Auszubildenden, weiß Bianca Rosenhagen zu berichten. Die Unternehmerin selbst hat in ihrem Kleinburgwedeler Metallbaubetrieb alle Ausbildungs- und Trialen Studienplätze besetzen können. Sie setzt auf Öffentlichkeitsarbeit und vor allem Praktika, die sie bisher immer in Kontakt mit potenziellen Auszubildenden gebracht hat. Daher rät sie zur Teilnahme an „Startklar“, auch wenn der Erfolg nicht immer sofort spürbar sei. „Man braucht längeren Atem“, sagt sie, doch langfristig zahle sich das aus. Wenn Unternehmen nicht genügend Personal für die Messe abstellen könnten, sei es durchaus möglich, dass sich gleichartige Gewerbe- oder Handwerksbetriebe zusammentäten und einen Stand „schichtweise“ beschickten: „Bei den Jugendlichen sind besonders Stände beliebt, an denen man praktische Arbeiten ausführen kann“, so die Organisatorinnen.
Für die Messe seien auf Anfrage auch größere Flächen im Außenbereich verfügbar. Wenn Betriebe noch bei „Startklar“ mitmachen möchten, können sie sich möglichst schnell bei der Wirtschaftsförderin der Stadt Burgwedel, Anja Hansch, melden (Telefon: 0 51 39/89 73-6 30, E-Mail: A.Hansch@Burgwedel.de).
Die teilnehmenden Ausbildungsbetriebe zahlen einen Kostenbeitrag von 200 bis 250 Euro netto. Darin enthalten sind die Kosten für Werbematerial und großformatige Ankündigungen in der Tageszeitung und dem Wochenblatt. Im Rahmen der Mitmachmesse wird eine Informationsbroschüre mit einer ausführlichen Vorstellung aller beteiligten Ausbildungsbetriebe herausgegeben.
Sie erscheint in einer Auflage von 1 000 Stück und kann als Bewerbungshandbuch genutzt werden. Die Ausbildungsbetriebe, die Stadt Burgwedel ebenso wie die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover beteiligen sich an der Realisierung und Finanzierung. Die Schülerinnen und Schüler bekommen außerdem einen Rucksack mit dem Logo „Startklar“, in dem sie Informationsmaterial verstauen können.