21 Burgwedeler Realschüler sind jetzt „fit for job“

Stolze Investoren in die Zukunft: Diese Burgwedeler Realschüler freuen sich über ihre wohlverdienten Zertifikate nach 130 zusätzlichen Stunden neben dem normalen Unterrichtsalltag. (Foto: Anna Kentrath)
GROSSBURGWEDEL (ak). 10 Jahre Schule und was dann? Eine Ausbildung machen oder doch lieber eine weiterführende Bildungsstätte besuchen? 41 Realschüler der 10. Klassen aus Isernhagen und Burgwedel haben sich bereits in ihrem letzten Jahr stärker mit dieser Frage auseinandergesetzt und das außergewöhnliche Angebot des Lions Clubs Isernhagen-Burgwedel wahrgenommen, sich mit dem Programm „fit for job“ stark für die eigene Zukunft zu machen. 21 Schüler der Realschule Burgwedel nahmen jetzt nach 130 erfolgreich absolvierten Stunden „fit for job“ stolz ihre Zertifikate entgegen.
Vor drei Jahren startete das Programm in Isernhagen, vor 2 Jahren in Burgwedel, um Realschülern nach dem Absolvieren der 10. Klasse nachhaltig dabei zu unterstützen ihren weiteren Lebensweg zu planen, sei es schulisch oder beruflich. Zusammen mit der Agentur für Arbeit und dem externen Koordinator und Trainer Tobias Forth, Fachmann in Sachen berufliche Strategien und Sprache, bietet der Lions Club interessierten Schülern die Möglichkeit über ein Jahr lang an Coachings teilzunehmen.
Anlässlich der feierlichen Übergabe der Zertifikate hatten sich die Absolventen des „fit for job“-Jahrgangs in der Mensa des Schulzentrums in Großburgwedel eingefunden, aber auch Schüler der 9. Klasse die künftig an dem Programm teilnehmen wollen, waren geladen. Tobias Forth eröffnete die kleine Feierlichkeit mit einem Rückblick auf die fünf „wichtigen Bausteine für Euer späteres Berufsleben“, die sie in den vergangenen Monaten durchlebt hätten.
Begonnen habe man mit der „Kompetenz- und Eignungsfeststellung“, gefolgt von einem sehr anspruchsvollen „EDV-Seminar mit Schwerpunkten im Bereich Office und Excel“. Der 3. Baustein, der „Theater-Workshop“, sei zum Training der Selbst- und Fremdwahrnehmung maßgeblich gewesen, wie zur Stärkung der Kommunikationsfähigkeit. Ein „Benimm-Seminar“, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche wie auch das gute Benehmen bei Tisch rundeten das Programm ebenso ab wie die Team- und Kooperationsübung im Hochseilgarten „Pirate Rock“ am Wietzesee.
Rainer Brakebusch, Presseverantwortlicher und engagiertes Mitglied des Lions Clubs Isernhagen-Burgwedel in Sachen „ft for job“ stellte anschließend fest: „Die Erfahrungen, die Ihr gemacht habt, nimmt Euch keiner mehr weg!“ Was den weiteren Berufsweg angehe, mahnte er eindringlich: „Nehmt Euch die Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen. Das muss passen. Ihr müsst Verantwortung für Euch selbst übernehmen.“
Welche Synergien dabei noch entstehen können, zeigte der 22-jährige Manuel Heinrich aus dem ersten „fit for job“-Jahrgang in Isernhagen, der in Kürze seine Ausbildung als Mediengestalter bei Rainer Brakebusch abschließen wird. Ihm obliegt nun die Aufgabe „fit for Job“ im Social Network bekannt zu machen.
Auf Facebook können sich die Kursteilnehmer entsprechend austauschen und erhalten so die Möglichkeit ihr eigenes Profil mit Bildern zu vervollständigen.
Personaldienstleister seien längst schon drauf aufmerksam geworden die „sozialen Netzwerke“ zu nutzen, um sich einen ersten Eindruck der Bewerber zu verschaffen, so Manuel Heinrich gegenüber den Burgwedeler Nachrichten, da würden Fotos gut ankommen, die ein zusätzliches Engagement zum normalen Alltag zeigen.
„Engagement“ war auch ein wichtiges Stichwort für Wilfried Jakob, ebenfalls Lions-Mitglied und eine der tragenden Säulen bei „fit for job“.
„Die Chefs und Personalabteilungen schauen nicht immer nur auf die Noten“, erklärte Jakob den anwesenden Schülern, interessant wird es, wenn man sieht „da hat sich jemand engagiert“, wie „130 Stunden zusätzlich zu der Schule zu investieren“.
Welche Chancen aus diesem Programm erwachsen erkennen immer mehr Schüler und auch bei den Eltern scheint sich „fit for job“ als fester Begriff zu etablieren. Aus Isernhagen liegen für den kommenden Jahrgang bereits 38 Anmeldungen vor und auch in Burgwedel hätten sich schon einige angemeldet. Letzte Chance bestehe noch bis Mitte Februar, dann müsse man in die Vorplanungen gehen, so Rainer Brakebusch gegenüber den Burgwedeler Nachrichten. Denn nicht nur inhaltlich will das Programm durchdacht werden, auch sind weitere Projekte der Lions unabdingbar, um den notwendigen finanziellen Rahmen für „fit for job“ zu schaffen.