177 Einsätzkräfte üben Menschrettung und Brandbekämpfung im Altenheim

Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz such Verletzte. (Foto: Thomas Extra/Feuerwehr)

DRK, Polizei und acht Ortsfeuerwehren testen Zusammenarbeit bei Großschadenslage

ISERNHAGEN (r/bs). Ein schauriges Szenario im beschaulichen Isernhagen: im westlichen und südlichen Gebäudetrakt des Alten - und Pflegeheims Dana war es zu mehreren Bränden gekommen. Die etwa 100 teils demenzerkrankten und bettlägrigen Heimbewohner mussten aus dem brennenden und verqualmten Gebäude evakuiert und an Sammelplätzen versorgt werden. So die Vorgabe der Großschadenslage, geplant von Tankmar Eisfeld, Ortsbrandmeister von Isernhagen N.B., und seinem Team.
Um 19.00 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle Hannover die örtlichen Feuerwehren und die Schnelleinsatzgruppen des DRK-Region Hannover. Die alarmierten Einsatzkräfte mussten unter schwerem Atemschutz in das Gebäude und unter realen Bedingungen verletzte Personen aus dem Pflegeheim retten und an die Versorgungsplätze transportieren. Erschwert wurde diese Aufgabe noch durch die verqualmten Räume und Treppenhäuser. Die dabei zu bewältigenden langen Wegstrecken wurden zur harten Belastungsprobe der Einsatzkräfte, bilanzierte Feuerwehrpressesprecher Thomas Extra.
Die Drehleiter aus Altwarmbüchen wurde ebenfalls zur Rettung und Evakuierung von Verletzten aus den oberen Etagen eingesetzt. Nach der Rettung der „Bewohner“ durch die Feuerwehr, versorgten Einsatzkräfte des DRK die „geschminkten Verletzten“. Insgesamt 15 von ihnen, davon drei schwer und sieben lediglich leicht verletzt, mussten behandelt werden. Zum Teil litten die „Verletzten" unter schweren Rauchgasvergiftungen. Alle Verletzten waren natürlich Statisten, denen „realistische Verletzungen“ geschminkt wurden. Darüber hinaus mussten für dieses Szenario Straßen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, um die an-und abrückenden Fahrzeuge und Einsatzkräfte nicht zu gefährden.
„Vorrangig ging es bei dieser Übung um Menschenrettung und Koordination der Einsätze bei einer Großschadenslage“, so Tankmar Eisfeld. Gegen 20.30 Uhr wurde die Übung beendet und die Einsatzkräfte begaben sich zur Manöverkritik in das NBer Feuerwehrhaus. Ortsbrandmeister Tankmar Eisfeld bescheinigte allen eingesetzten Einsatzkräften eine gute und effektive Zusammenarbeit. Sicherlich gebe es noch einiges zu verbessern, z.B. müssten bei solch einer Schadenslage weitere Kräfte noch schneller alarmiert werden, da die Anfahrt durch die Nachalarmierten sehr viel Zeit in Anspruch genommen habe. Allen Mitwirkenden drückte der Ortsbrandmeister seinen großen Dank für Unterstützung und Durchführung dieser Einsatzübung aus. Seinen besonderen Dank richtete er an das Alten-und Pflegeheim Dana und dessen Mitarbeiter.