16 kleine „Vettels“ beim Seifenkistenrennen in Wettmar

Die Strohballen lockten: Viele der jungen Fahrer hatten es sich offenbar vorgenommen, in die Ballen hineinzufahren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Neue Rennstrecke am Schelpberg hat sich bewährt

WETTMAR (hhs). Das Seifenkistenrennen, das der Ortsrat Wettmar alljährlich im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Burgwedel organisiert und durchführt, ist eine eine von Anfang bis Ende professionelle Veranstaltung, die so ein wenig Flair vom echten Rennbetrieb bietet: Eine Rennstrecke, im Ziel abgesichert, elektronische Zeitnahme, dazu weitere Infrastruktur wie Getränke- und Verpflegungsstand, ein Richtertisch, wo nicht nur die Anmeldung, sondern auch die Buchführung mit den Ergebnissen der beiden Läufe stattfindet, die die Nachwuchs Rennfahrer zu leisten hatten, Funkverbindung zum knapp 300 Meter entfernten Start, wo andere Offizielle für den rechten Gang der Dinge sorgten. Die Jugendpflege sorgte für den Transport der kleinen Rennboliden von Ziel wieder hoch zum Start, alles klappte hervorragend, es gab keinen Leerlauf sondern nur gute Laune, trotz des miserablen Wetters.
Was die Organisatoren um den stellvertretenden Ortsbürgermeister Siegfried Schramke am meisten freute: „Die neue Rennstrecke hat sich nach unserer Meinung richtig gut bewährt“, sagte er im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Man war in diesem Frühjahr rund um Wettmar auf die Suche nach einer Alternative zur alten Strecke gewesen. Auf dieser hatten in den vergangenen Jahren insbesondere die ganz jungen Fahrer einige Probleme bekommen, wenn sie in den Grünbereich links und rechts daneben abdrifteten. Einige Büsche beendeten dann die Fahrt manchmal etwas abrupt. Das konnte an der neuen Bahn am Sonntag nicht passieren, denn Büsche gab es dort nicht in der Nähe, und auch keine Bäume.
16 junge und jugendliche Fahrerinnen und Fahrer waren zum Event gekommen, und die meisten von ihnen hatten ihre Familien im Schlepptau, dazu gesellten sich noch viele Neugierige und Rennfans, zeitweise waren knapp 150 Zuschauer an der Strecke und am Start und Ziel verteilt. Sie feuerten den Fahrernachwuchs kräftig an und manchmal mussten sie unterstützend eingreifen, wenn die Rennboliden zu wenig Schwung mitbrachten in den sanft auslaufenden Zielbereich. Für die ganz schnellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Organisatoren ein paar Meter hinter dem Ziel mit Strohballen für Sicherheit gesorgt.
Zwei Läufe hatten die Teilnehmer zu absolvieren über die gut 200 Meter lange Strecke. Das war gar nicht so einfach einzuschätzen, denn selbst die schon erprobten Seifenkistenfahrer mussten sich auf der neuen Strecke erst einmal einfahren. Bei beinahe allen fiel der zweite Lauf besser aus als der erste. Am Ende hatte der siebenjährige Jakob mit einer Gesamtzeit für beide Läufe die Nase mit 74,3 Sekunden vorn vor Louis mit 77,8 und Nico mit 78 Sekunden. Diese drei durften sich zuerst einen Preis aussuchen. Schließlich gab es für alle Teilnehmer noch Gutscheine für Bratwurst und Getränke.