14 Schülerfirmen präsentierten ihre Geschäftsideen

Gesprächsrunde statt Begrüßungsreden (v.r.): Niklas und Jonas leiteten die Runde mit Pastor Fitschen, Karlheinz Schridde von der IGK, Regionspräsident Jagau, Bürgermeisterin Diers, Jörg Utermöhlen vom Kultusministerium und Schulleiter Dirk Hüsken. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ministerium unterstützt weiteren Ausbau der Projekte

GROSSBURGWEDEL (hhs). Sie betreiben den Schulkiosk, sorgen in den Bildungseinrichtungen für Catering, Bücher, Pausensnacks, Dritte-Welt-Waren und Spielangebote für Groß und Klein. Andere reparieren Fahrräder, pflegen das Schulgelände oder haben sich „grünen“ Waren angenommen. 14 Schülerfirmen hatten sich gestern zu einer Messe eingefunden in der Pestalozzi-Schule in Großburgwedel. Alles Firmen aus der Region Hannover, wo es etwa 50 dieser nachhaltigen Firmen an Schulen gibt. Landesweit sind es 380. Und dazu gesellten sich gut 300 Schülerinnen und Schüler und eine große Gruppe von Lehrern. Und es ist beachtlich, welches Spektrum sich diese Firmen ausgesucht hatten. Alle Firmen stellten in Kooperation mit lokalen Partnern aus Wirtschaft und Lehre ihre Produkte und Geschäftsideen vor.
Natürlich werden Messen von wichtigen Persönlichkeiten eröffnet und besucht, und die Liste der zur Eröffnung anwesenden Personen aus Politik und Wirtschaft hätte jeder anderen Messe alle Ehre gemacht: Regionspräsident Hauke Jagau war gekommen, Jörg Utermöhlen vom Referat Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kultusministerium. Birgit Diers, stellvertretende Bürgermeisterin in Burgwedel, Karlheinz Schridde, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute, und natürlich als Hausherrn Pastor Klaus Fitschen, den Vorsitzenden der Pestalozzi-Stiftung.
Man hielt sich nicht mit langen Vorreden auf. Zwei Schüler der Peter Härtling Schule, Jonas und Niklas, die mit einigen anderen den Schulkiosk in Form einer Schülerfirma dort betreiben, waren die Moderatoren. Sie starteten eine Fragerunde an ihre prominenten Gäste. So musste Birgit Diers gute Gründe dafür nennen, warum Großburgwedel der richtige Standort für diese Messe sei. Burgwedel habe sich wegen seiner besonders guten Wirtschaftsstruktur einen Namen gemacht und sie halte diese Messe der Schülerfirmen insbesondere deswegen für wichtig, weil die Betreiber der Schülerfirmen dank der Kooperation mit anderen Firmen hier früh ganz wichtige Erfahrungen über die Geschäftswelt sammeln können. Messen seien immer wichtig, man lerne von einander und lerne sich kennen. Interessant auch die Frage an den Vertreter des Kultusministeriums Utermöhlen: Wie stehe das Ministerium zu den Schülerfirmen? Utermöhlens Antwort war eindeutig und nötigte den Besuchern einigen Applaus ab: Das Ministerium unterstütze den weiteren Ausbau von Schülerfirmen und werde auch weiterhin finanzielle Mittel für den Aufbau dieser verteilen. Schülerfirmen seien besser als jeder Unterricht geeignet, Schülerinnen und Schüler auf die Zusammenhänge des realen Wirtschaftslebens vorzubereiten.
neben dem reinen Informationsaustausch war es Ziel der Veranstaltung, andere Schulen über die Vorteile der Arbeit mit Schülerfirmen zu informieren und Interesse für diesen pädagogischen Ansatz zu wecken. Die Arbeit mit Schülerfirmen hat sich in den vergangenen Jahren als ein Weg zur Vorbereitung der Jugendlichen auf die Arbeitswelt bewährt. Sie arbeiten wie in den Firmen der Erwachsenen nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dazu gehört nicht nur Geldverdienen, sondern auch der verantwortliche Umgang damit, Verwaltung des Firmenkapitals und korrekte Buchführung. Außerdem machen sie Erfahrungen in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.