103. Übung des Alten Löschbezirks fand in Wettmar statt

Das Löschwasser musste mit Fahrzeugen zu dem mobilen Becken transportiert werden. Von hier wurde es mit einer Pumpe an den Einsatzort gebracht. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Übungsthema: „Waldbrand bedroht die Biogasanlage“

WETTMAR (hhs). Am Freitag vergangener Woche fand zum 103. Mal die gemeinschaftliche Übung des so genannten „Alten Löschbezirks“ in Wettmar statt. Einmal im Jahr üben die vier Wehren aus Wettmar, Engensen, Thönse und Ramlingen das Zusammenspiel im Gefahrenfall. Die nordwestliche Ortschaft der Stadt Burgdorf und die drei nordöstlichen der Stadt Burgwedel halten damit eine lange Tradition aufrecht, die sich in der Vergangenheit auch schon mehrfach bei realen Gefahren, meistens Waldbränden bewährt hat. Da man Reih' um übt, lernen die aktiven Kameraden die Gemarkungen kennen und schließlich auch die Ausstattungen und Möglichkeiten der Wehren. Der anschließende kameradschaftliche Teil sorgt dafür, dass sich schon alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder auf das kommende Jahr freuen.
Natürlich läuft ein derartig aufwändiger Event nicht ohne geladene Gäste und und Zuschauer ab. Am Feuerwehrhaus im gastgebenden Wettmar fanden sich schon eine halbe Stunde vor Beginn der Übung zunächst die Alterskameraden ein, dann kam obendrein noch hoher Besuch aus der Nachbarstadt Burgdorf: Bürgermeister Alfred Baxmann war gekommen und er brachte einige ehemalige Stadtbrandmeister mit und natürlich den gegenwärtigen Amtsinhaber Ulf Anderson. Die Besucher und die anwesenden Alterskameraden wurden mit Schleppern und Planwagen an die Einsatzorte transportiert.
Die Gefahrenlage war klar definiert von der Wettmarer Wehr: Waldbrand nördlich von Wettmar in dem Dreieck zwischen Hauptdamm und Alter Damm. Der Wind trieb das Feuer direkt auf die Biogasanlage zu. Gegen 19.00 Uhr wurde zunächst die Freiwillige Feuerwehr Wettmar alarmiert, darauf die Kameraden in Engensen und Thönse. Die Gastgeber übernahmen zunächst den Schutz der Biogasanlage gegen die drohenden Flammen, während die übrigen Wehren den Nachschub an Löschwasser übernahmen. Die einzige Wasserentnahmestelle lag an der Schnittstelle Alter Damm/Hauptdamm. Einige Fahrzeuge übernahmen den Wassertransport jeweils zum Eingang Biogasanlage und Alter Damm. Hier wurde das Löschwasser „zwischen gelagert“ in einem Becken und wurde von dort mittels mobiler Pumpen dorthin gefördert, wo sich der imaginäre Waldbrand ausbreitete. Innerhalb weniger Minuten kam Löschwasser aus allen Strahlrohren, womit die 103. Übung des Alten Löschbezirks gut gelaufen war.
Die Notwendigkeit dieses gemeinsamen Übens wurde aber auch offenbar durch eine kleine, kaum bemerkte Einzelheit am Rande: Mit der Alarmierung war die Ramlinger Ortswehr nach Wettmar an die Einmündung Alter Damm/Hauptdamm geschickt worden, doch diese konnten die jedem Wettmarer geläufige Ortsangabe weder auf ihrer Karte finden noch wusste irgendwer in dem Einsatzfahrzeug, wo das sein könnte. Das Problem ließ sich natürlich lösen per Funk und die Ramlinger Kameraden trafen ohne große Zeitverzögerung dort auch ein. Es sind eben die Kleinigkeiten und die Beherrschung der Unwägbarkeiten, die einen erfolgreichen Einsatz ausmachen.