100.000 Euro Schaden bei Hallenbrand im Gewerbegebiet Großburgwedel

Stark beißender Qualm breitete sich rund um die brennende Lagerhalle aus, der keinen klaren Blick auf das brennende Gebäude zuließ. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Neben den drei Löschtrupps der Ortswehr Großburgwedel war auch die Freiwillige Feuerwehr Langenhagen mit ihrem Drehleiterfahrzeug im Einsatz. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Brandermittler gehen von einem technischen Defekt aus

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag gegen 13.40 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel alarmiert: Brand im Dach einer Lagerhalle an der Schulze-Delitzsch-Straße 8, so die Alarmierung. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte eine 39-jährige Reinigungskraft Flammen am Dach eines Firmengebäudes eines Cateringbetriebes bemerkt und daraufhin einen
Firmenmitarbeiter verständigt, der die Rettungskräfte alarmierte. Als die Ortswehr wenig später am Brandort eintraf, sahen sie schwarzen Qualm aus dem brennenden Gebäude dringen, der schnell nach oben stieg und sich im leicht böigen Südwestwind schnell verbreitete. Unten am Boden war auch nur wenig zu erkennen, die starke Rauchentwicklung bot keinen freien Blick auf das Geschehen.
Schnell fasste die Einsatzleitung den Entschluss, die Alarmierung aus Sicherheitsgründen auszuweiten, und so heulten wenig später in den Ortschaften Wettmar, Fuhrberg, Thönse und Engensen die Sirenen, auch das Drehleiterfahrzeug aus Langenhagen musste heran, die Gefahr eines Übergreifen des Feuers war kaum realistisch abzuschätzen, zum westlich des brennenden Gebäudes der Abstand zu einer weiteren Lagerhalle nicht besonders groß erschien
Drei Löschtrupps der Ortsfeuerwehr Großburgwedel gingen gegen den Brand vor. Unterdessen hatte sich das Feuer in Windrichtung im Dach ausgebreitet und hohe Flammen drangen aus dem Nordgiebel des Gebäudes unter großer Rauchentwicklung heraus. Auf der Ostseite des Gebäudes gingen zwei Trupps vor unter Atemschutz. Einer bezog Stellung auf dem Flachdach einer benachbarten Garage und bekämpfte von dort das Feuer, ein weiterer bezog Stellung in der Lagerhalle setzte ihr Strahlrohr von unten ein. Der dritte Trupp bekämpfte die Flammen, die aus dem Giebel drangen. Währenddessen hatten andere Kameraden Gasflaschen, die am brennenden Gebäude lagerten, aus dem Gefahrenbereich herausgeschafft.
Als das Rolltor an der Westseite der Halle etwas hochgezogen wurde und der Wind leicht von dieser Seite durch das brennende Gebäude blasen konnte, flackerten die Flammen immer wieder auf. Das regte die Feuerwehrkameraden aber nur wenig auf: „Das ist immer so, wenn auf dem Dach Dämmmaterial wie Styropor und Dachpappe oder Bitumenbahnen brennen“, erläuterte ein älterer Kamerad diesen Umstand. Es dauere lange, ehe man mit Wasser bis in den letzten Winkel gelangen könne und dann das Feuer ersticke.
Unterdessen hatte Heinz Schröder, ehemals Ortsbrandmeister in Engensen und immer noch Mitarbeiter von Eon.avacon in Engensen den Strom im Umfeld des brennenden Objekts abgeschaltet, aus Sicherheitsgründen. Damit ging in einem großen Teil des Gewerbegebietes dort nicht mehr, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einiger dort ansässiger Firmen konnten Feierabend machen, oder nutzten die Pause, um sich über den Fortgang der Löscharbeiten selbst vor Ort zu informieren. Aber die meisten hielten nicht lange durch, des beißenden Qualms wegen.
Das Feuer war im Dachbereich der zirka 1 000 Quadratmeter großen Halle ausgebrochen war. Die Feuerwehr konnte die Flammen nach
etwa zwei Stunden löschen, verletzt wurde niemand. Etwa ein Drittel
des Daches wurde durch den Brand zerstört. Die im Erdgeschoss
befindlichen Büroräume sind durch Löschwasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden und können nicht mehr genutzt werden. Nach polizeilichen Schätzungen beträgt der Schaden zirka 100.000 Euro.
Am Freitag haben die Brandermittler die Brandstelle untersucht und gehen davon aus, dass ein technischer Defekt an der elektrischen Anlage ursächlich für das Feuer war.