Großartige Resonanz auf Spendenaufruf

Unzählige Kartons stapelten sich auf dem Gelände des Bauhofes.
2Bilder
  • Unzählige Kartons stapelten sich auf dem Gelände des Bauhofes.
  • hochgeladen von Birgit Schröder

Burgwedel (bs). „Das macht mich sprachlos“, sagt Anna Raddatz und lässt ihren Blick über die unzähligen Kartons schweifen, die sich im und rund um den Bauhof in Großburgwedel stapeln.

„Unglaublich“ staunten auch Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger und Feuerwehrpressesprecher Nils Wöhler, die gemeinsam mit zahlreichen Feuerwehrkameraden vor Ort Kiste um Kiste entgegennahmen und telefonisch noch zusätzliche Helfer erbaten, um das Spendenaufkommen bewältigen zu können.

Initiiert hat den Spendenaufruf die Oldhorsterin Anna Raddatz, die damit auf den Hilferuf ihrer nahe der polnischen Stadt Leszno lebenden Schwester reagierte.

Polen hat bislang die meisten Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. „Die Hilfsbereitschaft ist riesig und es sind vorwiegend Ehrenamtliche, die sich engagieren, da sind dann auch die Kapazitäten bald erschöpft“, berichtet Anna Raddatz.

Das in der Feuerwehr aktive Ehepaar bat Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger um Unterstützung. Gemeinsam mit Feuerwehrsprecher Nils Wöhler wurden die organisatorischen Fragen geklärt und die Stadt Burgwedel mit ins Boot geholt. Ein LKW war für Freitag vergangener Woche angekündigt, um die Hilfsgüter nach Leszno zu transportieren.

Ab Freitagmittag konnten die Spenden auf dem Bauhof in Großburgwedel abgegeben werden. Wenige Stunden später stapelte sich Karton um Karton, Paletten wurden organisiert, dazu Folie zur Stabilisierung. „Bei allen Betrieben, die wir um Material baten, wurden wir mit offenen Armen empfangen“, freute sich Nils Wöhler über die große Hilfsbereitschaft.

Etliche freiwillige Helfer übernahmen die Vorsortierung, damit die Güter einfacher zugeordnet werden können. Der 29-Tonner war in kurzer Zeit gefüllt und zwei weitere LKWs übernahmen die verbliebene Ladung am Montag.

Auch am vergangenen Dienstag hat sich ein weiterer LKW mit Hilfsgütern auf den Weg nach Polen gemacht. „Als die Anfrage nach weiteren dringend benötigten Hilfsgütern in Kleinburgwedel ankam, haben wir kurzfristig Helfer aktiviert, Geld gesammelt, einen LKW organisiert und die benötigten Hilfsgüter eingekauft“, berichtet Kleinburgwedels Ortsbürgermeister Lars Wöhler.

Beladen mit Notstromaggregaten, Medizinischen Gütern wie Medikamenten, Infusionen und Lebensmitteln erreichte der LKW am Mittwoch den Ort Osieczna in Polen. Von dort aus erfolgte der Weitertransport in die Ukraine.

Anna Raddatz und Nils Wöhler haben die Fahrt begleitet und vor Ort erlebt, wie dringend die Unterstützung ist. „Wir müssen weiterhin helfen und Hilfstransporte organisieren“, sind sich beide einig.

Ab Dienstag, 14. März, werden immer dienstags und donnerstags von 17.00 bis 18.00 Uhr Spenden in der Halle am Albrecht-Thaer-Ring 19, Gewerbegebiet Kleinburgwedel, entgegengenommen. „Ich telefoniere regelmäßig mit meiner Schwester, die uns den Bedarf der einzelnen Standorte mitteilt, so dass wir aktuell reagieren können“, so Anna Raddatz.

Derzeit werden unter anderem langhaltbare Lebensmittel wie Suppen und Fleischgerichte in Konserven, Taschenlampen mit Batterien, Thermoskannen, freiverkäuflicher Husten- und Fiebersaft, Bandagen, Pflaster, Desinfektionsmaterial, Kosmetik- und Hygieneartikel wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Duschgel, Seife, Waschmittel sowie Milchpulver, Babybrei, Windeln, Wundsalbe und Milchflaschen.

Auch Geldspenden sind möglich, um bedarfsgerechte Artikel kaufen zu können. Wer finanzielle Unterstützung leisten möchte, wenden sich bitte direkt an Nils Wöhler und Anna Raddatz.

Bei Rückfragen ist Anna Raddatz unter 0160-98925708 erreichbar.

Unzählige Kartons stapelten sich auf dem Gelände des Bauhofes.
Sortiert und auf Paletten verpackt nehmen Nils Thönnesen und Julia Deni von der Freiwilligen Feuerwehr die Waren auf dem LKW entgegen.
Autor:

Birgit Schröder aus Burgwedel

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.