Heimatverein: 2011 steht ganz im Zeichen der Mühle

Noch steht die Wettmarer Bockwindmühle ohne Flügel auf dem Hügel. Das soll sich zur Inbetriebnahme am 13. Juni ändern.
  • Noch steht die Wettmarer Bockwindmühle ohne Flügel auf dem Hügel. Das soll sich zur Inbetriebnahme am 13. Juni ändern.
  • Foto: Hans Hermann Schröder
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WETTMAR (hhs). Der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar hat sich für dieses Jahr eine ganze Menge vorgenommen. Klar, dass 2011 ganz im Zeichen des Wiederaufbaus und der Restaurierung der Bockwindmühle stehen wird. Eigentlich wollten Gerhard Brenneke und seine Mitstreiter schon etwas mehr getan haben rund um die Mühle am neuen Standort. Erdarbeiten rund um den Bock wollten sie schon erledigt haben, aber das ließ sich nicht machen, wegen der kalten Witterung. Der Frost saß einfach zu tief im Boden. „Allerdings“, so schmunzelte Brenneke im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten, „auch in diesem Jahr wird der Frühling wieder kommen“.
Noch in der kalten Jahreszeit wird aber die Ausbildung des Müller-Nachwuchses in Wettmar beginnen: Der Heimatverein bietet einen Müllerkurs an, der, wie es der Vorsitzende des Heimatvereins ausdrückte, die Teilnehmer in die Lage versetzen soll, die Wettmarer Bockwindmühle problemlos in den Wind zu drehen und dann bestes Wettmarer Getreide in feines Mehl zu mahlen, eine unvergleichliche Chance für alle, die sich für dieses uralte Handwerk interessieren, es ausüben und vielleicht auch an zukünftige Generationen weitergeben möchten.
Der Müllerkurs beginnt am Mittwoch, den 9. März im kleinen Raum des Dorfgemeinschaftshauses. Der Mühlenfachmann Rüdiger Hagen, der auch die Restaurierung der Wettmarer Bockwindmühle von Beginn an begleitet hat und nun den Wiederaufbau des historischen Bauwerks fachlich betreut, wird in die Theorie rund um Mühlen und Mahlen einführen.
Aber es soll nicht bei der grauen Theorie bleiben, auch Praxis im Müllerhandwerk ist vorgesehen. Im zweiten Teil des Müllerkurses, am Samstag, den 2. April geht es zur Mühle in Dudensen. Hier findet die Ausbildung in Form von „Learning by Doing“ statt. In den folgenden Wochen stehen noch drei weitere Praxistermine für die Interessenten auf dem Programm, die aber mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgesprochen werden sollen. Es folgen noch zwei Veranstaltungen, in denen es um die Theorie gehen wird. Der erste am Mittwoch, 13. April wieder im kleinen Raum des Dorfgemeinschaftshauses, der zweite Kurs wird noch terminiert.
Am Samstag, den 28. Mai wird es dann ernst um die Bockwindmühle. Alle Freunde des Heimatvereins und Interessierte an der Bockwindmühle sind herzlich eingeladen zu einem „ersten Blick“ in die wiederaufgebaute Kostbarkeit am Rande Wettmars. In der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr sind alle Neugierigen herzlich zur Besichtigung willkommen.
Danach geht es zügig weiter: Am Samstag, 11. Juni lädt der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar zum zünftigen „Mühlenschwof“ ein. Der genaue Ort und die Zeit wird noch bekannt gegeben. Höhepunkt und irgendwie auch Lohn für die Anstrengungen dieser Wiederaufbauaktion wird dann die erste Inbetriebnahme der fertiggestellten Bockwindmühle am Montag, den 13. Juni sein. Da es sich dabei um den Pfingstmontag handelt, kann man sicher davon ausgehen, dass diese Veranstaltung auf sehr große Resonanz in der Bevölkerung treffen wird, zumal es auch der so genannte „Nationale Mühlentag“ ist. Auch am Sonntag, 14. August steht die Mühle allen interessierten Besuchern offen. Dann findet der Mühlentag des Heimatvereins von 12.00 bis 18.00 Uhr statt.

Autor:

Birgit Schröder aus Burgwedel

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