Ein Schulwald für Burgwedel

Angeleitet von Pflanzscouts gingen die Fünftklässler der IGS engagiert ans Werk.
3Bilder
  • Angeleitet von Pflanzscouts gingen die Fünftklässler der IGS engagiert ans Werk.
  • hochgeladen von Birgit Schröder

Großburgwedel (bs). Unter dem Motto „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“ wurde in dieser Woche das Projekt Schulwald tatkräftig umgesetzt. Auf dem rund 8700 Quadratmeter großen Grundstück am Zweiten Mühlenbruchdamm trafen sich rund 250 Fünftklässler der IGS mit Vertretern der Stadt Burgwedel, der Stiftung Zukunft Wald, Lehrkräften, Förderern sowie der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, Schirmherrin des Projektes „Schulwälder gegen Klimawandel“. Insgesamt vier Schulen, die Grundschulen Großburgwedel, Wettmar, Kleinburgwedel sowie die IGS, sind an dem Projekt, das auf 30 Jahre ausgelegt ist, beteiligt. Im eigenen grünen Klassenzimmer können die Kinder später forschen, spielen, eigene Aktionen durchführen und gegen den Klimawandel Bäume pflanzen. „Wir wollen die Kinder wieder an Natur und Wald heranführen und eine Verbindung schaffen“, sagt Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald. Großartig wäre es natürlich, wenn die Schüler aller beteiligten Schulen heute hier vor Ort wären, so Hüsing, doch coronabedingt dürften sich immer nur 250 Jungen und Mädchen zeitgleich auf dem Gelände aufhalten.

So gab es eine genaue Aufteilung der Schulklassen, die an vier Tagen die stolze Anzahl von insgesamt 6.300 Bäumen in die Erde setzten. Gepflanzt wurden 13 heimische Baumarten: Stiel- und Traubeneichen, Buchen, Flatterulmen, Pappeln, Erlen, Hainbuchen, Birken, Wildbirnen, Spitzahorn, Winterlinden, Traubenkirschen und Faulbäume. Am Waldrand werden zu einem späteren Zeitpunkt Sträucher wie Weißdorn, Schlehe, Wildapfel, Weide, Pfaffenhütchen, Haselnuss, Schneeball, Sanddorn, Schwarzer Holunder und Liguster folgen.

Elisabeth Hüsing und einige Pflanzscouts verteilten die Spaten und zeigten den Kindern genau, wie tief das Pflanzloch sein muss und was es dabei zu beachten gilt. Maschinell waren bereits sogenannte Pflanznester, die jeweils Platz für mehrere Bäume boten, vorbereitet worden. „Diese Art der Pflanzung ermöglicht das Wachstum ohne großen weiteren pflegerischen Aufwand“, erläuterte Hüsing. Beherzt griffen nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast zum Spaten. „Ihr müsst regelmäßig Eure Bäume besuchen kommen und auch Eure Eltern mitbringen“, gab sie den engagiert zu Werke gehenden Jungen und Mädchen mit auf den Weg.

Nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch mit Blick auf die Ukraine freute sich Burgwedels Bürgermeisterin Ortrud über die Pflanzaktion. „Ich halte es ganz nach Luther: Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“, so Ortrud Wendt. „Bäume stehen für das Leben und die Hoffnung“.

Autor:

Birgit Schröder aus Burgwedel

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.