Passend zum neuen Hundegesetz – der Begleithundekurs der Jägerschaft Burgdorf

Ablegen, Sitz und Leinenführigkeit zählen zu den praktischen Übungen des Begleithundelehrgangs. (Foto: Michael Knuppertz)

Lehrgang kann mit dem VDH-Führerschein abgeschlossen werden

BURGDORF. Am 26. Mai war es wieder soweit. Um die 50 Hundeführerinnen und Hundeführer trafen sich zum Einführungsabend der Jägerschaft Burgdorf für den diesjährigen Begleithundekurs. Gerade am Tag zuvor war das neue Hundegesetz verabschiedet worden. An diesem Einführungsabend erfuhren die Anwesenden nicht nur, wer die Jägerschaft Burgdorf ist, sondern auch, dass sie den Begleithundelehrgang mit dem VDH-Hundeführerschein abschließen können. Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) hat diesen VDH-Hundeführerschein bundeseinheitlich geregelt. Bei der Jägerschaft Burgdorf besteht seit dem Jahr 2003 die Möglichkeit diesen zu erwerben.
Über zwei Stunden wurde gleich ein großer Bereich der Ausbildungsbestandteile, die in dem 12-wöchigen Lehrgang gelernt und geübt werden, angeschnitten. So ging es um die drei Säulen des VDH-Hundeführerscheins, die Sachkunde des Hundehalters, die Sozialverträglichkeit und den Gehorsam des Hundes. Für die Sachkunde wurde einiges geboten. Es ging um Gesetze, die im Zusammenhang mit der Hundehaltung zu berücksichtigen sind, das Auftreten mit dem Hund in der Öffentlichkeit, Herkunft, Biologie und Gesundheit des Hundes und einige weitere Themen. Natürlich werden alle Inhalte im weiteren Kursverlauf vertieft und müssen anhand eines Buches und einer Video-DVD, die ebenfalls im Leistungsumfang inbegriffen sind, vom Hundehalter erarbeitet werden. Den Abschluss des Vortrages bildeten Ausführungen über das Verhalten der Hunde und die modernen Methoden der Hundeausbildung. Gerade diese Themenbereiche sind in den kommenden Wochen Schwerpunkte der praktischen Übungen.
Der praktische Teil des Begleithundelehrgangs findet überwiegend auf gemähten Wiesen und Weiden um Schillerslage herum statt. Die Jägerschaft Burgdorf kann sich glücklich schätzen, diese Flächen jedes Jahr wieder von den ortsansässigen Landwirten und Jagdpächtern bereitgestellt zu bekommen. Neben der Gehorsamsausbildung, zu der beispielsweise die Leinenführigkeit, Sitz und Ablegen gehören, wird auch sehr viel Wert auf die Sozialverträglichkeit der Hunde gelegt. Die große Zahl der teilnehmenden Hunde, die sich in den Freilaufphasen kennen lernen können, zwei Ausbildungseinheiten in der Stadt und im Stadtpark sowie ein Grillfest zur Mitte des Kurses sind da sehr förderlich. Die große Zahl der Hundeführerinnen und Hundeführer, die trotz bestandener Prüfung den Kurs jedes Jahr wieder mitmachen, belegt auch, dass es Lernen mit viel Spaß ist.
Nach dem eigentlichen Lehrgang gibt es für die Teilnehmer, welche die Prüfung zum VDH-Hundeführerschein ablegen möchten, noch einen sogenannten Crash-Kurs. An zwei Terminen vor der Prüfung wird dabei der genaue Ablauf der Prüfung geprobt. Wenn das alles klappt, man das Begleitmaterial durchgearbeitet, den Ausbildern gut zugehört und diese reichlich mit Fragen gelöchert hat, dann kann in der Prüfung eigentlich nichts mehr schiefgehen. Michael Knuppertz