Drei Laubfroschteiche in der Gemarkung Röddensen geplant

In der Gemarkung Röddensen werden drei neue Laubfroschgewässer anlegt. (Foto: Björn Rohloff)

Eines der letzten Vorkommen soll jetzt stabilisiert werden

LEHRTE/RÖDDENSEN. Der Laubfrosch gehört zu den ehemals weit verbreiteten Amphibienarten, die durch Landschaftsveränderung, Aufgabe der Grünlandnutzung, Verlandung von Kleingewässern usw. erhebliche Bestandseinbrüche erlitten haben. Dies gilt auch für die Region Hannover, wo historische Laubfroschvorkommen für fast alle Kommunen belegt sind. Mittlerweile sind zahlreiche Populationen erloschen.
Im Bereich zwischen Ahlten und Kolshorn sowie zwischen Ahrbeck und Röddensen befindet sich noch ein isoliertes Vorkommen, dessen Fortbestand keineswegs gesichert ist. Umso erfreulicher ist es, dass die Stadt Lehrte ein in ihrem Eigentum befindliches Flurstück in der Gemarkung Röddensen zur Verfügung stellt, um dort drei neue Laubfroschgewässer anlegen zu lassen. Wegen der hohen Grundwasserstände in unmittelbarer Nähe der Burgdorfer Aue sowie der von Grünland und Hecken geprägten Strukturen der Umgebung, bietet sich der Standort in idealer Weise an, um die noch vorhandene Restpopulation des Laubfrosches zu stützen.
Die Maßnahme wird in einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion von der Jägerschaft Burgdorf, dem NABU Burgdorf-Uetze, der Jagdgenossenschaft Röddensen sowie der Stiftung Kulturlandpflege des ZJEN organisiert und finanziell unterstützt.
Die Mitstreiter des Projekts sehen einer wasserrechtlichen Genehmigung der Teiche, die bereits im letzten Jahr bei der Region Hannover beantragt wurde, erwartungsvoll entgegen. Denn die starke Trockenheit der letzten Wochen bietet eine gute Voraussetzung zur Durchführung der notwendigen Baggerarbeiten. Björn Rholoff