Zurück zum Heimatverein

Zuletzt spielte Niclas Bahn (rechts) bei dem Landesligisten Heeßeler SV. Auf unserem Foto nimmt er es mit zwei Gegenspielern vom Absteiger SV B-E Steimbke auf. Bei dem 6:1-Sieg am 26. August glänzte der Außenverteidiger als Torschütze zum 3:0. (Foto: Klaus Depenau)

Der frühere Junioren-Nationalspieler Niclas Bahn kehrt zum SV Sorgensen zurück / Maurice Springfeld verlässt Hannover 96

SORGENSEN/DACHTMISSEN (kd). Er zog aus, um Fußball-Profi zu werden. Doch nun kehrt Niclas Bahn zu seinem Heimatverein SV Sorgensen in die 3. Kreisklasse zurück. Im Jahr 2004 hatte er ihn mit sieben Jahren verlassen. Und tatsächlich erfüllten sich bei Hannover 96 für den Nachwuchsspieler zunächst alle Wünsche: 14 Berufungen für Deutschlands Junioren-Nationalmannschaften und ein Trainingslager mit den 96-Profis unter dem damaligen Coach Michael Frontzeck ließen für den Jungen aus Dachtmissen eine große Zukunft erwarten. Erinnerungen wurden wach an den Fußballer Klaus Gerwien, der im vergangenen Jahr im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Er hatte seine sportlichen Wurzeln ebenfalls in Dachtmissen und wurde später Meisterspieler bei Eintracht Braunschweig und Nationalspieler.
Doch sollten sich für den 173 Zentimeter großen schussstarken Abwehrspieler Niclas Bahn die Träume von einem Fußballprofi nicht erfüllen. Viele Verletzungen, sowie ein gespanntes Verhältnis zum damaligen 96-Coach Daniel Stendel veranlassten Niclas Bahn nach 13 Jahren Hannover 96 zu verlassen und zum Regionalligisten TSV Havelse zu wechseln, von wo er Ende 2018 in der Winterpause zum Heeßeler SV wechselte. Den Landesligisten verließ er nun zusammen mit seinem 19 Jahre alten Bruder Luca Bahn, der dort bei den A-Junioren spielte, um sich sportlich neu zu orientieren.
Dabei scheiterten aussichtsreiche Verhandlungen mit einem Landesligisten und Bezirksligisten aus der Nachbarschaft. "Ich war selber überrascht, als Niclas und auch sein Bruder Luca bei uns noch einmal vorsprachen und uns ihr Versprechen abgaben, mindestens für eine Saison für ihren Heimatverein spielen zu wollen", sagte Sorgensens Trainer Uwe Springfeld.
Auch dessen Sohn Maurice Springfeld blieb bei Hannover 96 der Sprung zu den Profis versagt. Zuletzt spielte er dort in der U 23 Regionalligamannschaft. Zuvor war er außerdem Kapitän des Deutschen DFB-Juniorenpokalsiegers von Hannover 96 gwesen, der vor drei Jahren im Berliner Olympiastadion den Titel errang. Kürzlich hat Maurice Springfeld die "Roten" nun verlassen und bei dem saarländischen Regionalligisten FC 08 Homburg einen Einjahresvertrag unterschrieben, mit einer Option für ein weiteres Jahr bei einer entsprechenden Anzahl von Einsätzen.