„Wunder gibt es immer wieder!“

Tore von Thorben Schierholz blieben in dieser Saison beim MTV Ilten Mangelware, wie bisher erst 25 Saisontreffer des MTV Ilten belegen. (Foto: Klaus Depenau)

Schafft MTV Ilten noch den Klassenerhalt?

ILTEN (mj). „Wunder gibt es immer wieder“, heißt ein Lied, das Schlagersängerin Katja Ebstein vor vierzig Jahren berühmt machte. An den Gassenhauer sollten sich die Spieler des MTV Ilten erinnern, wenn sie nach der jüngsten 0:3 (0:1)-Heimpleite gegen den Heesseler SV noch an den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksoberliga glauben wollen. Nur noch drei Spiele liegen vor der Mannschaft von Trainer Jörg Kretzschmar. Am Sonntag hat es das mit nur vier Punkten schwächste Team der Rückrunde zu Hause mit dem Mitaufsteiger SC Twistringen zu tun. Eine Mannschaft, die nur zwei Punkte mehr als die Iltener aufweist und mit dem 12. Rang einen Platz belegt, der den Klassenerhalt bedeuten würde, wenn es die gleitende Skala nicht gäbe. Die wird aber aufgrund von zusätzlichen Absteigern aus der Zusammenlegung der beiden Oberligen zum Tragen kommen, so dass es aller Voraussicht nach sechs Absteiger geben wird.
Das hieße, dass bereits sieben Punkte zur Rettung fehlen. Unter diesen Umständen müssten schon alle drei ausstehenden Spiele mit den Heimspielen gegen den SC Twistringen und am letzten Spieltag gegen die Sportfreunde Ricklingen sowie das Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Ricklingen gewonnen werden. Doch wie soll das funktionieren, wenn zudem noch eine Reihe von Leistungsträgern wie Patrick Glage, Florian Augsten oder die Torhüter Marcel Zärtner oder Sven Rau ausfallen, um nur einige zu nennen. Der Glaube allein an den Klassenerhalt wird nicht reichen. Dazu bedarf es bereits am Sonntag einer Leistungsexplosion.
Die sollte bereits am vergangenen Sonntag gegen den Heesseler SV erfolgen. Doch nichts dergleichen war bis auf einige Aktionen in der Anfangsphase mit einem Lattenschuss von Julian Schenkemeyer in der 11. Minute zu erkennen. Zwar war das Bemühen auch in der 2. Halbzeit bei den Iltenern zu erkennen. Doch war es letztlich zu wenig, um sich mal wieder als Sieger feiern zu lassen. Dabei war mit den Heeßelern das drittschlechteste Team der Rückrunde zu Gast. Nun muss doch Katja Ebstein gerufen werden, die verspricht: „Wunder gibt es immer wieder.“