Wieder ein Heimspiel gegen ein Spitzenteam

Neuzugang Csaba Szücs sucht im Testspiel gegen Atletico Madrid und gegen Didier Dinart am Kreis die Anspielmöglichkeit an seinen Mitspieler Asgeir Örn Hallgrimsson. (Foto: Holger Staab)

Rhein-Neckar Löwen stellen sich in der AWD-Hall vor

BURGDORF (hs). Es ist wieder ein Spiel David gegen Goliath. Die TSV Hannover-Burgdorf muss versuchen, den Leistungsabstand zu den Rhein-Neckar Löwen zu verringern. Allein dies kann das Ziel gegen den scheinbar übermächtigen Gegner sein. Am Sonnabend, 17. September, ab 19 Uhr steht das zweite Heimspiel für die TSV in der AWD-Hall in Hannover auf dem Spielplan und es wird verdammt schwer, einen Punktgewinn zu erzielen. Die Mannschaft um Christopher Nordmeyer will sich allerdings nicht verstecken, sondern versuchen, mit überraschenden taktischen Mitteln und Kampfbereitschaft einen Punktgewinn zu schaffen.
In den ersten beiden Partien gegen die Füchse Berlin (28:31) und beim Bergischen HC (28:29) haben Asgeir Örn Hallgrimsson und seine Mitspieler durchwachsene Leistungen gezeigt und bewiesen, wie schwankend und schwer es doch in der TOYOTA Handball-Bundesliga ist. Die TSV wird sich noch weiterentwickeln müssen, um auch gegen Spitzenmannschaften nicht nur in der Außenseiterrolle sein zu können. Im vergangenen Jahr haben sie gegen den VfL Gummersbach (30:29) und auch bei Frisch Auf Göppingen (31:29) bewiesen, das solch überraschende Siege möglich sind. Gegen die Rhein-Neckar Löwen gelang dies bisher jedoch nicht. In der vergangenen Serie gab es sowohl in Mannheim bei der 28:36-Niederlage wie auch in Hannover beim 25:36 keine Siegchance.
Ob das am kommenden Sonnabend gelingt, ist sicher zweifelhaft, aber durchaus nicht unmöglich. Gegen den Viertplatzierten der Saison 2010/2011 und seinen Trainer Gudmundur Gudmundsson rechnet TSV-Coach Christopher Nordmeyer mit einer ganz schweren Aufgabe, unmöglich ist ein überraschender Punktgewinn aber nicht.
Die Löwen haben in dieser Saison eine andere Mannschaft. Nicht minder stark, aber mit Olafur Stefansson ist eine Führungspersönlichkeit abgewandert. Zusammen mit seinem Teamkameraden Gudjon Valur Sigurdsson wechselte er zum dänischen Club AG Kopenhagen. Torwart Slavomir Szmal und Grzegorz Tkaczyk verließen die Löwen und wechselten zum polnischen Vertreter Vive Targi Kielce. Der fünfte Spieler, der den Löwen nicht mehr zur Verfügung steht ist Marcus Rominger, er beendete seine Karriere.
Mit Krzystof Lijewski vom HSV Hamburg sicherten sich Coach Gudmundsson und der Verein die Dienste eines ganz starken Rückraumspielers. Auch Goran Stojanovic als Keeper vom VfL Gummersbach und Tomas Svensson vom spanischen Verein BM Valladolid wurden als Neuzugänge verpflichtet. Zudem kam vom Bundesligaabsteiger TSG Friesenheim mit Niklas Ruß ein deutsches Talent in den Kader der Rhein-Neckar Löwen.
„Die Mannschaft hat ein großes Potenzial, es fehlt aber noch die Konstanz“, das urteilte Christian Schwarzer in der Saisonvorschau der Handballwoche. Es wird sicher schwer, den Weggang von Stefansson zu kompensieren und auch Ivan Cupic verletzte sich vor der Serie schwer und wird noch nicht dabei sein können. Aber die Löwen haben erstklassige Spieler wie Patrick Groetzki oder Karol Bielecki, aber auch Spielmacher Börge Lund, Abwehrchef Oliver Roggisch und Kreisläufer Bjarte Myrhol. Die werden dafür sorgen, dass die TSV in der Abwehr Höchstleistungen bieten muss.
Für die Spieler um Torwart Adam Weiner also eine ganz schwere Aufgabe. Von Beginn an muss die Defensive eine mehr als überzeugende Leistung gegen die starken Angreifer der Löwen bieten, um sie von gezielten Torwürfen abzuhalten. In der Offensive müssen die Aktionen und Spielkonzeptionen gelingen und auch vor den Torwarten Henning Fritz, Goran Stojanovic und Tomas Svensson dürfen nur wenige Fehlwürfe passieren. Gelingt das, dann könnte eine Überraschung in der Luft liegen. Es wird aber nicht einfach, 100 Prozent bieten zu können und so bleibt die TSV Hannover-Burgdorf auch in diesem Spiel nur die Position als Außenseiter.